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14.07.2006

Game-Based-Training: Lernen mit Orks und Laserwaffen

Computerspiele bringen bei der Weiterbildung junger Leute mehr als der Frontalunterricht, behaupten Lernexperten.

Um die heute 20-Jährigen zum Lernen zu motivieren und Lerninhalte effektiv zu vermitteln, wollen einige Firmen nun Computerspiele nutzen. Anlass für die Idee ist die Medienrezeption dieser Generation, die mit Handy, PC und Videospielen aufgewachsen ist.

In den USA kommen bereits speziell zur Weiterbildung entwickelte Spiele zum Einsatz. Der Pharmakonzern Pfizer, Unternehmen wie Cisco, Intel und Canon, aber auch Banken bedienen sich mittlerweile eigens zu diesem Zweck entwickelter aufwändiger Computerspiele. Experten bewerten positiv, dass sich Spiele durch fantasievolle Umgebungen und spannende Geschichten gut zum Transport von Bildungsinhalten eignen und vor allem Handlungskompetenz besser vermitteln als der Frontalunterricht.

Da die zunehmend komplexer werdende Geschäftswelt von ihren Mitarbeitern heute weniger Fakten-, sondern vor allem Handlungskompetenz fordere, seien Spiele mittlerweile dem Frontalunterricht vorzuziehen, so Holger Diener, Leiter der Abteilung Entertainment-Technologien am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung in Rostock.

Für den Trainer oder Ausbilder sieht der New Yorker Lernexperte Marc Prensky folgende Entwicklung voraus: "Spielgestütztes Lernen kann Basiswissen vermitteln - und der Lehrende hat viel mehr Zeit für seine Schüler und kann individuell auf ihre Verständnisprobleme eingehen." Prensky ist überzeugt, dass diese Form des Trainings deshalb besser ist als die klassische Weiterbildung, weil "man lernt, Entscheidungen unter Stress schnell zu treffen". Außerdem würde der Teamgeist gefördert.

In Deutschland wird die Diskussion im Wesentlichen noch auf der akademischen Ebene geführt. Echte Game-Based-Learning-Projekte sind hierzulande noch die Ausnahme. (hk)