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12.03.1993 - 

Briten setzen im WAN-Verkehr auf 21-Bit-Cell-Relay

Gandalf International versucht sich an neuem Vertriebskonzept

Laut William Tickner, Marketing-Direktor bei Gandalf, scheut die Company ein direktes Engagement auf dem deutschen Markt, da die Support-Anforderungen der deutschen Kunden fuer sein Unternehmen zu kostspielig seien. Tickners Konzept sieht deshalb die Suche nach geeigneten Wiederverkaeufern vor, die fuer die "Premier"-Linie vor Ort Service und Support gewaehrleisten. Zweites Standbein des Vertriebsentwurfes sind die bisherigen Distributoren Telonik, Koeln, und Pandacom in Frankfurt, die als Gandalf-System-Partner Multimedia-Interconnectivity-Loesungen fuer Banken, Versicherungen etc. anbieten sollen. Darueber hinaus suchen die Netzwerkspezialisten Integratoren und Consultants als Partner, denen sie die erforderliche Kommunikationstechnik fuer Value Added Services liefern wollen.

Im WAN-Bereich liegt der Schwerpunkt des Unternehmens auf Produkten wie dem "Network Communications Server 2050", die die Integration von Daten, Sprache und Video ermoeglichen und ueber Remote-Access-Features verfuegen. Um den Anforderungen der Sprachkommunikation gerecht zu werden, verwendet der britische

Hersteller eine Kombination der Techniken Frame Relay, Cell Relay und TDM Switching. Grund: Nach Meinung von Marketing-Direktor Tickner fuehren reine Packet-Switching-Verfahren bei der Sprachuebermittlung zu unbefriedigenden Ergebnissen, da sie der Sprache keine Prioritaet im Netz einraeumen.

Beim Cell Relay favorisieren die Briten entgegen der vorgeschlagenen ATM-Zellgroesse von 53 Bit (48-Daten-Bits und 5 Bit fuer die Adressierung) eine Paketgroesse von 16-Bit mit einem 5-Bit- Header. Laut Tickner stellt diese Groesse fuer die derzeit in Deutschland ueblichen 2-Mbit/s-Uebertragungswege die effizienteste Transportgroesse dar. Mit Hilfe eines Upgrade-Kits seien, so der Marketing-Direktor, die Gandalf-Produkte spaeter, wenn schnellere Backbones installiert sind, auf ATM aufruestbar.

Im Low-end-Bereich wenden sich die Connectivity-Spezialisten mit der Premier-Linie an Anwender, die Ethernet-LAN-to-LAN- sowie WAN- Kommunikation ueber ISDN oder normale Telefonleitungen abwickeln. Mit Hilfe von Kompressions-

algorithmen versuchen die Briten, bei der "Lanline 5220" den Datendurchsatz auf langsamen Leitungen zu steigern. In Zukunft will Gandalf Tickner zufolge verstaerkt Remote-LAN-Access-Produkte fuer ISDN entwikkeln, da man in Deutschland einen aehnlich starken Trend zu Telearbeitsplaetzen erwartet wie in den USA.