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Kosten-Nutzen-Analyse von Großrechnern

Gartner-Group vergleicht Skyline mit Sysplex

08.05.1998

Sobald bei einem IBM-S/390-Kunden die Anforderungen an die Single-Image-Kapzität eines Systems die 446-MIPS-Grenze überschreiten, muß entschieden werden, ob ein Umstieg auf die - zum jetzigen Zeitpunkt - leistungsstärkere "Skyline/M2000" von Hitachi Data Systems (HDS) erfolgen oder die Cluster-Technik Parallel Sysplex implementiert werden soll.

Gartner hat sich in die Lage eines fiktiven Kunden versetzt, der aus dem Stand eine Leistung von mehr als 500 MIPS innerhalb eines S/390-Images mit einer Uniprozessorleistung von 45 MIPS benötigt. Dabei wurde das Amdahl-System "5995-12670", das theoretisch solche Leistungen ebenfalls bereitstellt, nicht in die Überlegungen einbezogen.

Statt dessen hat das Institut eine Skyline-Lösung mit zwei unterschiedlichen Parallel-Sysplex-Konfigurationen verglichen, die jeweils einen sehr großen Workload der Datenbank DB/2 zu verarbeiten hatten. Dabei war der eine Sysplex-Cluster voll redundant ausgelegt (maximale Verfügbarkeit bei gleichzeitig maximalem Overhead = "Worst Case"), der zweite weniger stark auf Verfügbarkeit konzipiert ("Best Case"). Auf beiden Plattformen wurden 85 Prozent der MIPS-Kapazität ausgelastet, um Raum für Spitzenbelastungen und kurzfristiges Wachstum zu lassen.

Dabei zeigte sich, daß auf einer effektiven Kosten-pro-MIPS-Basis die Skyline-Lösung über einen Zeitraum von drei Jahren am günstigsten war. Gegenüber dem Worst-Case-Sysplex lag der Kostenvorteil bei 13 Prozent, gegenüber dem weniger redundant aufgebauten Cluster bei zwei Prozent.

Allerdings bietet vor allem der voll redundante Sysplex gegenüber dem (pro MIPS) günstigeren Skyline-System deutliche Vorteile bei der Systemverfügbarkeit. Gartner rät daher Anwendern, die vor einer entsprechenden Entscheidung stehen, die Wichtigkeit der Uptime mit einem Kostenfaktor zu bewerten und anschließend gegen die Systemkosten aufzurechnen. Die endgültige Entscheidung hänge dabei immer von den individuellen Anforderungen und Gegebenheiten eines Unternehmens ab.

Die Testsysteme

1. Skyline/M2000: "Model 525" mit 532 MIPS/92 MSU, 8 GB Hauptspeicher, 256 Kanäle

2. Sysplex (1): 2 x "9672-RX4" mit 656 MIPS/118 MSU, je 4 GB Hauptspeicher und 160 Kanäle, 2 x Hochleistungs-Coupling-Facilities "9674-C04", 2 x Timer "9037-002", 12 Verbindungen, Sysplex-Overhead 18 Prozent, damit 532 effektive MIPS

3. Sysplex (2): 2 x "9672-R94" mit 616 MIPS/110 MSU, je 4 GB Arbeitsspeicher und 160 Kanäle, 2 interne "R4"-Coupling-Facilities, 1 Timer "9037-002", 8 Verbindungen, Sysplex-Overhead 12 Prozent, damit ebenfalls 532 effektive MIPS