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29.11.2005

Gartner: IBM hat ausgereifte Server-Strategie

Bei Hewlett-Packard und Sun sehen die Analysten Probleme.

Auf dem Gartner-Symposium "ITxpo 2005" in Cannes Anfang November führten die Analysten Überlegungen zum weltweiten Server-Markt aus und untersuchten insbesondere die Positionen der großen Anbieter IBM, Hewlett-Packard (HP), Sun Microsystems und Dell Computer.

Big Blue, so die Analysten, stehe vor der Herausforderung, die Heterogenität seiner E-Server-Plattformen von der Intel-Maschine bis zum Großrechner als Vorteil zu verkaufen. Hierzu müsse der Konzern die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Produktkategorien hervorheben. Genau dies habe IBM in der Vergangenheit mit Erfolg getan. Der Konzern strich, so die Analysten, die verbindenden Elemente aller Server-Familien heraus, etwa eine gemeinsame "Power"-Prozessorarchitektur, Standard-Betriebssysteme und Entwicklungen in und mit Linux oder Eclipse/Java. Das Linux-Angebot für Server habe Big Blue zudem zu einer wettbewerbsfähigen Alternative zur Windows- und Solaris-Welt entwickelt.

Türöffner

Mit dieser Strategie öffne sich IBM Türen, um seine Server-Angebote vom Lowend- bis zum Höchstleistungssegment beim Kunden platzieren zu können. Nach der Positionierung seiner Server-Strategie habe der Konzern nunmehr die Hände frei, um sich auf seine Middleware-, Management- und Datenbankaktivitäten zu konzentrieren und so Kunden zusätzlichen Nutzwert bieten zu können.

Die Gartner-Analysten sehen bei ihrem Herstellervergleich Dell wesentlich kritischer. Als Produzent von Ein- bis Vier-Wege-Maschinen, die auf Windows oder Linux laufen, seien die Texaner sicherlich ein interessanter Anbieter. In dem Maße aber, in dem Konzerne von Allerweltsanwendungen à la Microsoft in Richtung unternehmenskritischer Lösungen tendieren, würden die Herausforderungen größer. Gehe es darum, komplexe Geschäftsapplikationen in Betrieb zu nehmen, sei Dell bei weitem nicht so gut vorbereitet. Zudem weise der Direktanbieter im Gegensatz zu seinen Konkurrenten weder im Produkt- noch im Servicebereich ein komplettes Angebot auf.

Compaq-Übernahme wirkt nach

Bei HP machen die Gartner-Analysten Probleme aus, die teilweise noch mit der Compaq-Übernahme zusammenhängen. Die nach wie vor nicht hinreichende Koordination zwischen den ehemaligen HP- und Compaq-Divisionen sei verantwortlich für irritierende oder sogar widersprüchliche Signale an Kunden und den Markt. Die Verkaufsorganisationen befänden sich zudem immer noch im Stadium der Ausdifferenzierung. Die Gartner-Analysten sehen deshalb auch die Gefahr einer schwindenden Loyalität unter den Handelspartnern.

Fragezeichen setzen die Gartner-Experten auch hinter Sun Microsystems. Zwar erhole sich das Unternehmen wieder von einem Vertrauensverlust, der sich am Markt über Jahre hinweg aufgebaut habe. Allerdings verfolge es immer noch eine verwirrende Solaris- und Linux-Strategie für zudem inkompatible Architekturen. Es dürfte schwer sein, sagen die Gartner-Analysten, diese unterschiedlichen Konzepte - x86, Ultrasparc IV, Sparc 64 sowie Niagara - nebeneinander zu positionieren. Suns verstärktes Engagement in Sachen Software habe das Unternehmen zudem in Konflikt zu loyalen Softwarepartnern wie beispielsweise Bea Systems oder Oracle manövriert. (jm)