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20.03.2006

Gartner kritisiert Ultra-Mobile PC

Kritik an schwacher Akkuleistung, hohem Preis und unkomfortabler Bedienung.

Auf der CeBIT haben Microsoft und Intel die Werbetrommel für den neuen Bonsai-Rechner gerührt, der irgendwo zwischen Tablet-PC und Handheld angesiedelt ist. Erste Modelle des Ultra-Mobile PC (UMPC) waren auch schon auf einigen Ständen zu sehen, unter anderem das "Q1" bei Samsung. Nun haben sich die Marktforscher von Gartner mit dem Gerät beschäftigt. Ihr höfliches Urteil: "Vielversprechend, aber noch längst nicht marktreif".

Entscheidend sind die Inhalte

In einigen Jahren könne der neue Formfaktor unter günstigen Umständen bei Privatkunden und "Professional Consumers" reüssieren und den Notebooks Marktanteile abnehmen. Diese Benutzergruppen würden den UMPC dann möglicherweise dazu verwenden, ihre digitalen Habseligkeiten wie Fotos, Videos und MP3-Songs bei sich zu tragen und E-Mails zu bearbeiten.

Bis dahin müssen den Analysten zufolge noch eine Reihe grundlegender Schwächen beseitigt werden. Das Gerät werde sich nur verkaufen lassen, wenn der Akku nicht nur für zwei bis drei Stunden, sondern wenigstens für acht Stunden Energie liefere. Der Preis - heute zwischen 800 und 1000 Dollar angesiedelt - müsse sich unter 400 Dollar einpendeln. Außerdem sei es für Intel und Microsoft zwingend erforderlich, möglichst schnell Partner zu finden, die interessante Inhalte für das Gerät liefern könnten.

Gartner glaubt außerdem, dass der UMPC, der zurzeit unter "Windows XP Tablet PC Edition 2005" mit Microsofts Touchpad-Software "Touch Pack" läuft, auf dem kommenden Windows-Release Vista basieren sollte. Die Texteingabe, die bislang nach dem Vorbild der SMS auf einer angezeigten Tastatur mit den Daumen erfolgt, reiche nicht aus.

Vista sollte unterstützt werden

Gefordert sei außerdem eine "Dock-and-Go"-Synchronisation zwischen PC und Handheld: Hier müsse die Benutzerinteraktion auf ein Minimum reduziert werden. "Zum heutigen Zeitpunkt glauben wir nicht, dass es möglich ist, überzeugende UMPC-Produkte auf den Markt zu bringen", so Gartner. Die schwache Batterieleistung, der hohe Preis und die fehlende Vista-Unterstützung würden dem Produkt in der ersten Runde keinen Erfolg bescheren. Die Frage sei nun, ob sich das Image des UMPC in späteren Entwicklungsstadien davon wieder erholen könne.

Die Analysten kritisieren denn auch, dass die Ankündigung viel zu früh erfolgt sei. Als Massenprodukt habe das Gerät in der gegenwärtigen Form keine Chance. Unternehmen empfehlen die Marktforscher, auf rei-fere Hardware und bessere Content-Angebote zu warten, bevor sie das Gerät in der Breite oder gar als Notebook-Ersatz einführten. (hv)