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05.01.2012 - 

Auf 3,7% Wachstum

Gartner kürzt Prognose für weltweite IT-Ausgaben 2012

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner hat ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2012 zusammengestrichen. Für Westeuropa erwartet sie sogar einen Rückgang.

Gartner erwartet aktuell für 2012 noch weltweite IT-Investitionen von 3,8 Billionen Dollar. Das wären 3,7 Prozent mehr als im Jahr 2011. Für das abgelaufene Kalenderjahr wurden 3,7 Billionen Dollar gezählt, 6,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zuletzt hatte Gartner für 2012 noch ein Wachstum der IT-Ausgaben von 4,6 Prozent in Aussicht gestellt. Aufgrund verschiedener einschränkender Faktoren gehen die Auguren jetzt aber davon aus, dass das Plus in allen vier Kernbereichen des Markts (Hardware, Unternehmenssoftware, IT-Dienstleistungen, TK-Ausrüstung und -Services) geringer ausfallen wird.

"Das stockende Wachstum der Weltwirtschaft, die Krise der Eurozone und die Auswirkungen der Flutkatastrophe in Thailand auf die Festplattenproduktion fordern beim Ausblick für die IT-Ausgaben allesamt ihren Tribut", kommentiert Gartners Research Vice President Richard Gordon.

Für Westeuropa geht Gartner gar von einem Rückgang der IT-Ausgaben aus. "Weil die Krise der Eurozone sowohl für Unternehmen als auch für die Verbraucher in Westeuropa Unsicherheit erzeugt, haben wir unseren Forecast angepasst und gehen davon aus, dass die IT-Ausgaben in Western Europe 2012 um 0,7 Prozent zurückgehen," warnt Gordon.

Die Fluten in Thailand hätten ernste Auswirkungen für Anwender weltweit, so Gartner, insbesondere bei der Beschaffung von Rechnern und Storage. "Thailand war eine zentrale Schaltstelle für die Festplattenfertigung, und zwar sowohl für fertige Produkte als auch für Komponenten", so Gordon weiter. "Wir schätzen, dass die Versorgung mit Hard Drives in den nächsten sechs bis neun Monaten um bis zu 25 Prozent eingeschränkt wird, möglicherweise noch stärker."

Der Wiederaufbau der zerstörten Produktionsstätten werde überdies Zeit brauchen, was sich voraussichtlich durch das ganze Jahr 2012 und sehr wahrscheinlich noch ins Jahr 2013 auswirken werde. Große PC-Hersteller würden das weniger zu spüren bekommen als kleinere Player, es sei aber kein Unternehmen gegen die Auswirkungen auf die Festplattenlieferkette immun.

Das stärkste Wachstum erwartet Gartner 2012 übrigens im Bereich der TK-Ausrüstung. Dort sollen die Ausgaben um 6,9 Prozent steigen, gefolgt von Enterprise Software mit einem Plus von 6,4 Prozent.

Zu den Themen IT-Ausgaben und Auswirkungen der Eurokrise bietet Gartner am 10. und am 19. Januar jeweils einen kostenlosen Webcast an. Die Anmeldelinks dafür finden Interessierte in der in der englischsprachigen Originalmeldung.

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