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14.06.2005

Gartner nennt die wichtigsten Trends

SOA, Open-Source-Software und Utility Computing verändern die IT-Welt.

Gartner beschreibt in einer aktuellen Analyse die bedeutendsten IT-Trends und ihre Auswirkungen. Neben der Service-orientierten Architektur (SOA) und Open-Source-Software zählten dazu Utility Computing, die Konvergenz von Daten und Sprache und das Thema Global Sourcing, sprich die Nutzung weltweit verteilter Ressourcen. Diese Trends würden die IT-Landschaft nachhaltig verändern, erläuterte Forschungschef Peter Sondergaard. IT-Verantwortliche müssten sich mit den Techniken auseinander setzen und prüfen, welchen Wert sie daraus für ihr Unternehmen ziehen könnten.

Sprach-Daten-Konvergenz

Laut dem Bericht führt die IP-Telefonie dazu, dass 40 Prozent aller Unternehmen ihre Sprach- und Datennetze bis zum Jahr 2010 zusammengeführt haben werden. 95 Prozent der großen und mittleren Firmen hätten damit schon begonnen. IT-Entscheider müssten sich zudem auf höhere Netzkosten einstellen: Zwar werde der Preis für den Transport von Daten und Sprache jährlich um maximal 15 Prozent zurückgehen, gleichzeitig aber wachse der Datenverkehr in den nächsten fünf Jahren um 30 bis 60 Prozent.

Die technische Entwicklung führt laut Gartner zu einer Marktkonsolidierung: Bis zum Jahr 2005 werde die Hälfte der führenden Netzservice-Provider entweder fusioniert oder aufgekauft sein.

Softwareentwickler interessierten sich künftig weniger für einzelne Programmfunktionen, als für Geschäftsprozesse, prognostiziert das US-amerikanische Marktforschungs- und Beratungshaus. Deshalb bremse Software nicht mehr wie bisher schnelle Anpassungen in der Geschäftsstrategie, sondern ermögliche diese erst. Mietsoftware und komponentenbasierende Applikationen trügen zu dieser Entwicklung bei. Weil klassische Softwarepakete immer mehr von Service-orientierten Anwendungen abgelöst würden, verschwinde auch die Unterscheidung zwischen Softwareanbietern und -integratoren, argumentieren die Analysten.

Open Source

Quelloffene Software bringt IT-Konzerne wie Microsoft zwar nicht zu Fall, so eine weitere Vorhersage. Doch die Umsatzströme verlagerten sich von Lizenzerlösen hin zu Service- und Supporteinnahmen. Bis zum Jahr 2010 würden die 2000 größten Unternehmen für rund 80 Prozent ihrer Investitionsvorhaben den Einsatz von Open-Source-Produkten prüfen. Im Segment der Business-Software liege der Anteil dann bei 25 Prozent.

Utility Computing

Nach Ansicht der Gartner-Experten ermöglicht Utility Computing großen Unternehmen Effizienzgewinne. Sie könnten die Hardwarekosten um zehn bis 30 Prozent, Personalkosten sogar um 30 bis 60 Prozent senken.

Global Sourcing

In IT-Outsourcing und -Offshoring sehen die Marktforscher einen unumkehrbaren Trend. Manager sollten die damit verbundenen Vorteile und Risiken prüfen und abhängig vom Geschäftsnutzen das passende Modell wählen.

Gartner rechnet mit erheblichen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen: Im Jahr 2015 erledigten Menschen aus Schwellenländern bereits rund 30 Prozent aller traditionellen IT-Serviceaufgaben. Indien werde zwar weiterhin eine wichtige Rolle spielen, doch bis 2008 hätten sich auch China, Russland und Brasilien als bevorzugte Offshore-Standorte etabliert. (mb/wh)