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31.05.2002 - 

Microsoft-Lizenzen

Gartner rät zur Vorsicht

SAN FRANCISCO (CW) - Das Beratungsunternehmen Gartner hat die Anwender erneut aufgefordert, ihre IT-Strategie in Sachen Microsoft zu überdenken. Wer nicht bis 31. Juli auf Microsofts geänderte Lizenzpolitik reagiere, riskiere es, künftig deutlich mehr für seine Software bezahlen zu müssen.

Der 31. Juli dürfte bei manchem IT-Leiter für Unbehagen sorgen. Denn ab diesem Zeitpunkt ist Microsofts bisheriges Lizenzierungs-Modell (Licensing 5) sowie das Microsoft Upgrade-Advantage-Programm nicht mehr erhältlich. Geht es nach dem Willen des Softwaregiganten aus Redmond, dann haben die Anwender künftig mit der Licensing 6 eine so genannte Software Assurance zu kaufen. Hierbei zahlt ein Unternehmen einen einmaligen Jahresbetrag sowie eine jährliche Gebühr in den folgenden drei Jahren. Diese Zahlungen berechtigen die Anwender während der Vertragslaufzeit zu Upgrades ihrer Software.

Die Sache hat einen Haken: XP muss es sein

Um die Anwender möglichst schnell zur Unterschrift unter einen solchen Lizenzvertrag, der an ein Leasing-Modell erinnert, zu bewegen, räumt Microsoft bis zum 31. Juli Ermäßigungen ein. Die Sache hat jedoch einen Haken: Die Teilnehmer an diesem Lizenzierungsmodell müssen aktuelle Software verwenden - und das ist für Microsoft Windows XP und Office XP.

Angesichts dieser Politik der "Pistole auf die Brust" verwundert es nicht weiter, dass einer Gartner-Umfrage zufolge bislang nur ein Drittel der Unternehmen einen Licensing-6-Vertrag unterzeichnet hat. Zumal die neue Lizenzierungspraxis laut Gartner für die Unternehmen Mehrkosten zwischen 33 und 107 Prozent bedeutet.

Ferner warnen die Berater davor, einfach nur die Hände in den Schoß zu legen und überhaupt nicht zu reagieren. Wer dann nämlich in den nächsten zwölf bis 24 Monaten ein Upgrade seiner Microsoft-Programme plant, zahle im Vergleich zur Software Assurance deutlich mehr: Wer ab 1. August keinen entsprechenden Lizenzvertrag besitzt, erhält keine vergünstigten Upgrades mehr.

Recht auf billigere Software für zwei Jahre

Eine Möglichkeit, Licensing 6 zu umgehen und dennoch eine Upgrade-Berechtigung zu besseren Konditionen zu erhalten, ist für Gartner der Abschluss eines Upgrade-Advantage-Vertrages bis zum 31. Juli. Unter den Bestimmungen diesen alten Modells, das ab obigen Stichtag nicht mehr vermarktet wird, erwirbt der Anwender für die nächsten zwei Jahre das Recht, neue Software-Versionen für 59 bis 72 Prozent des Listenpreises zu bekommen. Zudem hat der Anwender bei dieser Variante den Vorteil, selbst zu entscheiden, wann er auf eine andere Version migriert, und muss sich nicht von Microsoft vorschreiben lassen, immer das aktuellste Release einzusetzen.

Für einige Unternehmen dürfte es jedoch sogar Sinn machen, keinem dieser Lizenzmodelle beizutreten. Gartner und die Giga Information Group schätzen nämlich, dass viele Unternehmen nur alle drei bis vier Jahre ihre Software erneuern. Für diese Firmen könnte es billiger sein, jeweils einmal den vollen Upgrade-Preis zu bezahlen, statt für eine Art Abodienst mit Update-Recht eine jährliche Gebühr zu bezahlen. (hi)