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24.08.2001 - 

Situation in Deutschland nicht ganz so ernst

Gartner: Server-Markt lahmt

SAN FRANCISCO (IDG) - Das Server-Geschäft krankt. Während die Umsatzzahlen der Hersteller in den USA im zweiten Quartal 2001 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Viertel eingebrochen sind, ging das Geschäft in Europa nur um zehn Prozent zurück. In Deutschland wurden zwar mehr Server ausgeliefert, doch der Umsatz sank auch hier.

Die gegenwärtige Konjunkturflaute macht auch vor dem Geschäft mit Servern nicht halt. Dies belegen Zahlen der Marktforscher von Gartner Dataquest. Demnach halten sich die Unternehmen angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage zurzeit deutlich zurück, wenn es um Investitionen in zentrale Rechner für ihre Netze geht.

Am schlimmsten trifft es den amerikanischen Markt: Hier müssen die Hersteller einen Einbruch um 27,4 Prozent auf einen Gesamtwert von 4,23 Milliarden Dollar hinnehmen. Bis auf IBM bleibt kaum ein Anbieter von der Misere verschont. Big Blue baute seinen Marktanteil in den USA um 8,4 Prozent auf 28,6 Prozent aus. Mit rund 1,23 Milliarden Dollar Umsatz liegt der Hersteller auf Rang eins. Die Konkurrenz muss dagegen durch die Bank Federn lassen: Suns Marktanteil etwa schrumpft um rund ein Drittel auf 20,7 Prozent. Damit erzielte die Company einen Umsatz von 888 Millionen Dollar.

Heftiger erwischte es Compaq, mit 13,8 Prozent Marktanteil auf Rang drei: Die Texaner nahmen mit ihren Servern nur noch 593 Millionen Dollar ein, das sind 44,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Hewlett-Packard (HP) und Dell liegen mit 10,4 Prozent Marktanteil nahezu gleichauf. HP erreichte 450,3 Millionen Dollar Umsatz (minus 23,6 Prozent), der texanische Direktanbieter kam auf 449,4 Millionen Dollar (minus 32,5 Prozent).

Nicht ganz so dramatisch stellt sich die Situation in Westeuropa dar. Hier gaben professionelle Anwender im zweiten Quartal 2001 insgesamt 3,7 Milliarden Dollar für Server-Hardware aus. Das bedeutet aber einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zehn Prozent. Platzhirsch Compaq kann seinen Marktanteil auf 32 Prozent steigern (plus fünf Prozent): Das Unternehmen verkaufte in den drei Monaten von April bis Juni 2001 insgesamt 85534 Server. Bei Dell hingegen dürfte die bemerkenswerte Steigerung um 45 Prozent auf einen Marktanteil von nunmehr 14 Prozent auf dem europäischen Markt wohl nicht ausreichen, um die Konzernleitung in Texas über das miserable US-Geschäft hinwegzutrösten.

Bittere Pille für SunDas Server-Geschäft von HP und Fujitsu-Siemens brach in Europa im Vergleich zum Vorjahr um neun beziehungsweise zehn Prozent ein. Damit liegt der Marktanteil der beiden Anbieter bei 13 und sieben Prozent. Eine bittere Pille muss auch Scott McNealy schlucken: Der Umsatz seiner Company schrumpft in der alten Welt fast in der gleichen Größenordnung wie in den USA. 30 Prozent verliert Sun, dessen Marktanteil in Europa nur noch magere sechs Prozent beträgt.

In Deutschland wurden den Marktforschern zufolge zwar mehr Geräte ausgeliefert als im entsprechenden Vorjahresquartal, doch sank der Umsatz auch hier um insgesamt vier Prozent. Bemerkenswert sind jedoch die Zuwächse, die Dell und HP in Deutschland verbuchen können. Die Texaner steigern ihren Marktanteil hierzulande um 110 Prozent auf sieben Prozent. HP legt um immerhin 44 Prozent zu und bedient damit 15 Prozent des hiesigen Server-Geschäfts.

Abb: Marktflaute

Des einen Freud, des anderen Leid: Während Dell in Europa 45 Prozent zulegen kann, büßt Sun fast ein Drittel seines Umsatzes ein. Quelle: Gartner Dataquest