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04.01.2005

Gartner übernimmt die Meta Group

Für 162 Millionen Dollar wird Umsatz gekauft und ein Konkurrent integriert.

Mit der Übernahme der deutlich kleineren Meta Group konsolidiert Gartner den Markt der internationalen IT-Marktforschungs- und Consulting-Unternehmen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 162 Millionen Dollar in bar, was einem Aufschlag von mehr als 50 Prozent auf den Meta-Aktienkurs gleichkommt. Der Gründer und Anteilseigner von Meta, Dale Kutnick, soll sich zuletzt für einen Verkauf stark gemacht haben. Allerdings hat er auch erwogen, die Company mit Hilfe von Investoren selbst komplett zu übernehmen und gegebenenfalls zu reprivatisieren.

Hintergrund für die Transaktion ist, dass es beiden Unternehmen in der Vergangenheit schwer fiel, organisch zu wachsen. "Gartner hat eine starke Marktdurchdringung und kauft sich Umsatz", sagt Thomas Karg, ehemaliger Managing Director für Gartner in Deutschland und inzwischen Chef des Beratungsunternehmens Maturity.

Fast identische Services

Die Integration der Dienstleistungen beider Firmen dürfte sich nicht allzu schwierig gestalten, denn die Angebote sind vielfach deckungsgleich. Dabei verhalten sich die Berater ähnlich wie die Bulettenbrater McDonald?s und Burger King: Was der eine auf den Markt bringt, findet sich kurze Zeit später auch im Portfolio des anderen.

In den vergangenen drei Jahren stagnierten die Umsätze von Meta etwa bei 120 Millionen Dollar. Dabei erzielten die Marktforscher jeweils operative Verluste. Gartner nahm im Geschäftsjahr 2003 rund 858 Millionen Dollar ein, der Nettoprofit belief sich auf knapp 24 Millionen Dollar. Beide Firmen hätten in den vergangenen Jahren massiv Stellen abgebaut, berichtet Karg. Der Maturity-Chef geht davon aus, dass es im Zuge der Integration zu weiteren Entlassungen kommen wird: "Alle Redundanzen werden nun beseitigt."

Details zur Übernahme, etwa wie Gartner mit der Marke "Meta" verfahren will, wurden auf Anfrage nicht genannt. Meta beschäftigt in Deutschland rund 55 Mitarbeiter, für Gartner arbeiten hierzulande knapp 80 Menschen. Vor zwei Jahren hatte Forrester Research den kleineren Rivalen Giga Group gekauft. (ajf)