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10.12.1999

Gast-Kommentar

Andreas Zilch Manager Consulting and Research, Meta Group Deutschland GmbH

Das Thema Linux wird von einer Euphoriewelle begleitet. Fast scheint es, als ob mit dem Betriebssystem ein Allheilmittel gefunden wäre.

Ein Blick zurück: Vor fünf Jahren waren mit Windows NT ähnlich viele Hoffnungen verbunden. Mittlerweile ist klar, daß für die vorhersehbare Zukunft sowohl NT und OS/390, aber auch verschiedene Unix-Dialekte und OS/400 eine sichere Zukunft als Server-Betriebssysteme haben.

Was also reizt so an Linux? Es stellt Gegenpol und Alternative zu Microsoft dar - daran haben IT-Anbieter und Anwender ein starkes Interesse. Niemand - außer vielleicht Microsoft - möchte in diesem Server-Marktsegment ein Monopol mit den entsprechenden negativen Effekten. Der zweite Punkt ist der vermeintliche Preisvorteil von Linux - allerdings machen die Betriebssystem-Kosten nur zirka zwei Prozent der Gesamtkosten eines Server-Betriebs beim Anwender aus.

Wo sind die Hindernisse? Wartung und Weiterentwicklung könnten Problemquellen sein. Wo nicht ein Hersteller den Sourcecode kontrolliert, werden sich wieder "Dialekte" herausbilden - vielleicht sogar bei den Anwendern. Dies kann dazu führen, daß ein Anwenderunternehmen verschiedene Linux-Implementierungen installiert hat - ein Horror. Externe Linux-Services sind mit besonderer Vorsicht zu genießen.

Fazit: Linux ist in einigen Fällen eine Alternative, insbesondere zu Windows NT. Trotzdem müssen die Einschränkungen (hinsichtlich Service und Support) betrachtet werden. So wird Linux in der Zukunft insbesondere in gekapselten Systemen und technischen Anwendungen zum Einsatz kommen - für einen unternehmensweiten Einsatz sehen wir kein großes Potential.