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20.12.1996

Gast-Kommentar

20.12.1996

Ein findiger Geschäftsmann offeriert Pelzmäntel, hochmodisch und fein gearbeitet, in Zentralafrika - und wundert sich, daß die Kundschaft ausbleibt. So ähnlich muß es vielen IT-Anbietern gegangen sein, als sie im vergangenen Jahr ihre High-Tech-Produkte anboten wie sauer Bier. Da war bei ATM, LAN-Switching, Client-Server, virtuellen LANs, Multimedia und Co. von ausgefeilten und - gefuchsten Technologien die Rede sie wurden auch in den Fachmedien reihum mehr oder weniger euphorisch beschrieben sowie auf Messen und Kongressen nach allen Regeln der Kunst präsentiert. Doch der Markt reagierte naserümpfend.

Unser Pelzhändler hat schnell dazugelernt und verkauft mittlerweile die warmen Mäntel in gemäßigteren Breiten. Seine Auftragslage hat sich erheblich verbessert. Weniger lernfähig zeigten sich viele Hersteller aus dem DV-Bereich: Sie wollten ihren Scheinmarkt partout nicht verlassen, sondern drehten mit immer neuen Features immer weiter an der Technologieschraube.

Erwartungsgemäß hat dies nichts gebracht. So hoch die neue Technik auch immer wieder gejubelt wurde - am konkreten Bedarf gingen gerade die innovativsten Erzeugnisse vorbei. Dafür haben diese Anbieter dann von den Kunden die Quittung erhalten: Durch die Bank gab es beim Absatz Fehlanzeigen, egal um welche der genannten Produkte und Wunschmärkte es sich nun handelte. Bleibt zu hoffen, daß die Botschaft angekommen ist und die Anbieter sich im neuen Jahr endlich den real existierenden Systemlandschaften widmen. Den Anwendern wäre es zu wünschen. Doch soll es immer noch Hersteller geben, die ihre technologische Überdrehtheit heiß finden. Der Markt mag's lieber cool.