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31.01.1997

Gastkommentar

DV-gestützte Mobilität ist verlockend. Wenn Heim- und Telearbeiter kein eigenes Büro im Unternehmen mehr brauchen, um ihren Beruf auszuüben, lassen sich erhebliche Kosten einsparen. Da bereits heute lediglich 60 Prozent der Büroarbeitsplätze gleichzeitig besetzt sind, wird in modernen Betrieben die Arbeit künftig temporär an einem normalen Schreibtisch verrichtet, den der Mitarbeiter mit persönlichem Rollcontainer, Notebook, Handy etc. aufsucht. Nicht nur die Firmen selbst werden profitieren, sondern proportional zur Ausbreitung der Heimarbeit wird zum Beispiel die Zahl der Berufspendler und damit der Schadstoffausstoß sinken. Allerdings stellt sich die Frage, ob und wann unsere Gesellschaft zu diesem Wandel bereit sein wird.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Mobilität stellt eine große Chance für unsere Arbeitswelt dar, die unbedingt genutzt werden sollte. Aber eben richtig. Die gewonnene Flexibilität darf nicht zur sozialen Isolation des einzelnen führen. Neben Produktivitätssteigerung und entsprechender Leistungskontrolle muß deshalb vor allem der Mensch mit seinen sozialen Bedürfnissen berücksichtigt werden. Moderne Manager sind hier gefragt, die ihre Teams trotz räumlicher Distanz zusammenhalten und integrativ führen.

Wer seine Mitarbeiter zur Eigenverantwortung aufruft, wird nach meiner Erfahrung auf lange Sicht recht behalten. Dieser Grundsatz muß sich aber unter den Bedingungen der Telearbeit neu bewähren. Zwar ist die Leistung des einzelnen meist sehr gut am Ergebnis meßbar, effektiver als jeder Leistungsdruck ist aber bekanntlich die Eigenmotivation und die Identifikation der Arbeitnehmer mit dem Unternehmen. Diese auch aufzubauen und aufrechtzuerhalten, wenn man nicht mehr täglich im Büro zusammensitzt, ist eine Aufgabe für alle Beteiligten.