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07.02.1997

Gastkommentar

Entscheidern aus kleinen und mittleren Unternehmen wird derzeit der Entschluß, ein kommerzielles Angebot ins Internet zu stellen, wahrlich nicht leichtgemacht. Sie sind mit derart widersprüchlichen Prognosen bezüglich der Marktchancen heutiger und künftiger Internet-Filialen konfrontiert, daß die Wahl zur Qual wird. Kaum behaglicher fühlt sich auch derjenige, der angesichts der unklaren Aussichten die Entscheidung pro oder kontra Internet-Einstieg vor sich herschiebt. Wie bei so vielen Dingen droht nämlich auch beim Internet-Auftritt die Möglichkeit, daß das Zuspätkommen vom Leben bestraft wird.

Grundsätzlich können sich kommerzielle Angebote im Internet für die Anbieter sehr vieler Branchen lohnen, aber daß damit auch Risiken verbunden sind, ist nicht zu bestreiten. Besonders bedrückend wirken die erforderlichen Investitionen. Beispiel Buchhandel: Hier müssen für ein komplexes Online-Bestellsystem durchschnittlich über 100000 Mark hingeblättert werden. Das übersteigt den Finanzrahmen kleiner und mittelständischer Firmen - und beileibe nicht nur im Buchhandel!

Als Lösung bietet sich für Unternehmen dieser Größenordnung eine neue Form des Verbund-Marketings an. Umgesetzt wird dieses Konzept auf sogenannten elektronischen Marktplätzen (Electronic Malls). Die Beteiligten vermarkten ihre Produkte gemeinsam und teilen sich die anfallenden Kosten. In Deutschland gibt es dazu derzeit zwei Ansätze: zum einen die Aktivitäten regionaler Bürgernetz-Provider, zum anderen erste Versuche etablierter Einkaufs-Verbundgruppen, mit Hilfe kompetenter Technikpartner (Service-Provider) Electronic Malls mit starken Markennamen entstehen zu lassen. Im Buchhandel ist bereits heute ein stets aktuelles Shopping-System für 100 Mark im Monat realisierbar.