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25.04.1997

Gastkommentar

In der mittelalterlichen Theologie war "virtus" die schaffende Allmacht, Gott. Im aktuellen Sprachgebrauch der Informationstechnologie ist virtuell ein Synonym für "nur im Rechner vorhanden". Virtuelle Realität ist also ein Ereignis, das im Effekt, nicht aber im Fakt real ist. Zur Zeit sind wir dabei, Systeme nur virtuell zu installieren, das heißt, uns von vertrauten, monolithischen, unternehmensweit einheitlichen Softwaresystemen zu entfernen.

Der Anwender erwartet von seiner Software im wesentlichen Hilfe bei der Bearbeitung konkreter Aufgaben. Er möchte - egal mit welchem System - seine Probleme lösen, und zwar mit einer vertrauten Benutzeroberfläche, in der er sich intuitiv zurechtfindet. Relativ neu ist dabei das Konzept der virtuellen Schnittstelle oder, wie ein bekannterer Begriff lautet, der Informationsagenten. Diese sollen mit einem Teil der Daten und Funktionen, die in einem Netz gespeichert sind beziehungsweise erfüllt werden, alleine fertig werden. Sie sollen den Anwender informieren, unterstützen sowie von Routineaufgaben entlasten.

Technisch gibt es dafür zahlreiche Lösungen, besonders empfehlenswert ist es jedoch, die Agenten als Objekte im Sinne der Common Object Request Broker Architecture (Corba) einzusetzen. Dabei steuert das Kopfmodul des Software-Agenten die Kommunikation und Kooperation mit anderen Agenten und dem Anwender. BMFT-Forschungsprojekte wie "Mokassin" (Modellierung komplexer Anwenderanforderungen für die Gestaltung von Softwaresystemen mit innovativen Ansätzen) führen mit Hilfe eines Multiagenten-Ansatzes heterogene Teilsysteme zu einem integrierten Gesamtsystem zusammen. Mit solchen Konzepten bietet die Forschung zur verteilten künstlichen Intelligenz auch mittelständischen Unternehmen eine Chance in der sich technologisch immer schneller wandelnden Branche.