Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

16.05.1997

Gastkommentar

Wer ein Auto kauft, hat die Wahl: Lackfarbe, Ausstattung der Sitze, Extras - durch die Kombiniation von Komponenten wird aus dem Standardschlitten ein Gefährt mit individuellem Touch. Und Software-Anwender? Wenn sie Standard bestellen, bekommen sie Standard. Wer seine Software anpassen oder erweitern will, muß immer noch viel Zeit, Geld und Nerven investieren.

Es gibt aber Alternativen: Innovative Technologien schaffen die Grundlage für mehr Modularität. Systeme auf der Basis von rein objektorientierten Sprachen sind ausgereift und weisen mit Komponenten einen Weg, der zwischen Standard und Eigenentwicklung verläuft. Am Zug ist das DV-Management. Seine Aufgabe ist es, die flexiblen Technologien für wettbewerbsfähige Strategien zu nutzen. Lernen können die Software-Experten von der klassischen Fertigung, von Autobauern und Elektronikkonzernen, die sich auf die wichtigsten Unternehmensprozesse konzentrierten und Nebenaufgaben auslagerten. Mit Qualitätssicherung, Lean Management und Dezentralisierung haben sich diese Firmen ihre Marktstellung zurückerobert.

"Gemeinsam schlank, gemeinsam stark" kann auch die Devise der mittelständisch geprägten deutschen Softwarehäuser lauten: In einem Netz von Zulieferern produziert jeder Partner das, was er am besten kann, während der Endfertiger die einzelnen Komponenten zertifiziert, zusammenbaut und vermarktet. Software wird industriell produziert. Beim Aufbau eines solchen Netzes sind es vor allem die organisatorischen Aufgaben, die zählen: Die Kommunikation im Verbund der Zulieferer will gestaltet sein, Qualitätsziele sind festzulegen und durchzusetzen, und das entstehende Komponenten-Warehouse braucht einen Verwalter, der die Entwicklung der einzelnen Baugruppen koordiniert und bündelt. Wie gesagt: Das Management ist am Zug.