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20.09.1996

Gastkommentar

Data-Warehousing, Client-Server, Workgroup Computing, Workflow Management, Global Networking, Netzwerk-PC und Objektorientierung: Wer in der DV-Branche etwas auf sich hält, muß diese Megatrends kennen und im Stile eines Propheten propagieren. Die Analysten von Forrester Research haben vor kurzem hinausposaunt, was vom State of the Art bei betriebswirtschaftlicher Standardsoftware zu halten sei: R/3 beispielsweise werde im Jahr 2000 "so uralt aussehen wie heute R/2".

Hier wird technischer Hype gefeiert. Und nicht nur SAP triff die Kritik, wenn es denn eine ist. Wie viele Auguren hat es wohl gegeben, die dem Mainframe schon für Mitte der 80er Jahre das Ende vorausgesagt haben? Mittlerweile haben die Propheten eingelenkt. Man weist Großrechnern nun andere Funktionen zu - beispielsweise als Datenserver in komplexen Client-Server-Umgebungen. Die Anforderungen an die "Dinosaurier" haben sich halt einfach gewandelt.

Vielleicht sind die Prognosen der Technologie-Gurus deshalb so verwegen, weil sie in der Vergangenheit oft zu konservativ, zu zurückhaltend in ihren Einschätzungen waren. So hielt der Prozessor-Marktführer Intel - man mag es kaum glauben! - seinen 386er Prozessor bei der offiziellen Vorstellung des Produkts Mitte der 80er Jahre selbst nicht so recht geeignet als Herzstück eines PCs, sondern eher als Chip für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Nur, kurz darauf begann seine erfolgreiche Karriere als PC-Prozessor.

Bitte sagen Sie es nicht weiter, daß 386er PCs in Ihrem Unternehmen noch wertvolle Dienste leisten, wo es doch mittlerweile weit leistungsfähigere Maschinen gibt. Wenn Sie das bei der Anschaffung Ihrer 386er geahnt und entsprechend lange zugewartet hätten - dann würde es Ihr Unternehmen heute vielleicht gar nicht mehr geben. Gut, daß Sie auf keinen Megatrend gesetzt haben.