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Gastkommentar

04.10.1996

Wenn auf dem PC ein Umweltzeichen prangt, so ist das ein Kaufanreiz. Grund: Der Kunde kann damit sein Gewissen beruhigen. Und das ist so, obwohl der Anwender die Kriterien für dieses Zeichen häufig gar nicht genau kennt, teilweise nicht einmal kennen kann.

Klar ist, daß der - mit welchem Label auch immer - als solcher gekennzeichnete "Öko-PC" oftmals noch wesentlich verbessert werden könnte. Denn die Bedingungen für die Verwendung der Umweltzeichen berücksichtigen keineswegs alle wichtigen Kriterien der Herstellung und Entsorgung von PCs. Die Labels sind zahlreich, unvollständig und für den Anwender in ihrer genauen Bedeutung oft nicht nachvollziehbar. Müssen wir und die Anwender dieses irreführende Labeldickicht noch lange ertragen?

Ein einheitliches Umweltzeichen in Zeiten der Internationalität scheint überfällig, nicht nur im Interesse der Anwender. Auch Hersteller könnten viel Zeit und Geld sparen, wenn sich die Entwicklung von PCs nicht mehr an nationalen Kriterien orientieren müßte. Bis dahin indes haben wir alle wahrscheinlich noch einen langen Prozeß der Abstimmung vor uns.

Noch sinnvoller wäre es, als Hersteller von vornherein PCs gleichermaßen unter ökonomischen und ökologischen Kriterien zu entwickeln. Dabei sollten der Anfang, nämlich der Herstellungsprozeß, und das Ende, die korrekte Entsorgung, in allen Details berücksichtigt werden, anstatt PCs nur gemäß den Vorgaben der Umweltzeichen zu gestalten. Und somit wären, vorausgesetzt, die Produktentwickler und die Produktionsstrategen orientieren sich an den aktuellsten Ergebnissen der Umweltforschung, die Labels ganz einfach hinfällig.

Aber wie steht es dann mit dem Kaufanreiz? Und ist das Gewissen ohne Umweltlabel noch beruhigt?