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11.10.1996

Gastkommentar

Mit ihrer Version des Network Computers (NC), der "Network Station", springt die IBM auf den Internet-Zug auf. Man will die Betriebe ins Reich der vernetzten Kommunikation führen, ohne an ihrer tradierten Infrastruktur zu rütteln.

Der bislang "dumme" Terminalsklave soll in Zukunft aktiv teilhaben dürfen an der Intelligenz seines Meisters. Eine eigene Software oder Speichermöglichkeit will man ihm allerdings auch nicht zubilligen: Zuviel Initiative könnte schädlich sein.

Daß an der globalen Vernetzung auf Dauer kein Weg vorbeiführt, ist offensichtlich. Immer mehr Arbeitsplätze werden auf ihre Einbindung in den Großraum Internet angewiesen sein. Wer sich isoliert, ist aus dem Rennen!

Aber warum dann nicht gleich vom Terminal zum PC umrüsten? Ist der NC für Big Blue letztlich nur eines von mehreren Mitteln, die Mainframe-Großkunden vom Personal Computer fern- und bei der Stange zu halten, auch mit Hilfe des günstigen Preises von 7OO Dollar? Zu persönlich soll ein Arbeitsplatz ja nicht sein, erwünscht ist schließlich weiterhin der austauschbare Angestellte.

Trotzdem wäre es denkbar, daß man sich mit dem NC höchstens ein Zwischenreich eröffnen kann, das sich ohnehin bald überlebt haben wird. Neuer Wein sprengt bekanntlich alte Schläuche. Und der neue Schlauch des elektronisch vernetzten Wirtschaftens verlangt eben einen Mitarbeiter neuen Typs, nämlich einen, der kreativ am Spiel der Kräfte teilnimmt. Dazu gehören auch die Möglichkeiten der individuellen Programmierung der Arbeitsstation. Wenn weiter alles über den großen Server-Bruder - als dem alleinigen Inhaber von Speicherplatz und Programmhoheit - läuft, so macht man nur den halben Schritt in die Zukunft.