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13.02.1998 - 

Mit dem Microsoft-Chef sprach IDG-Redakteur Kalevi Nikulainen

Gates: "Es gibt keine Beschwerden"

CW: Wie wollen Sie aus diesem Schlamassel rauskommen?

Gates: Außer beim Justizministerium gibt es keine konkreten Aktivitäten. Es geht darum, ob wir dazu gezwungen werden können, verstümmelte Software auszuliefern. Dort hat man eine irrige Vorstellung von Integration. Sobald wir dieses Mißverständnis einleuchtend aufklären können, ist der Fall vom Tisch.

CW: Und wenn nicht?

Gates: Im schlimmsten Falle müssen wir neben der voll ausgestatteten Software eine eingeschränkte Variante ausliefern. Worauf es tatsächlich ankommt, ist, sich die PC-Industrie anzuschauen.

CW: Warum?

Gates: Es gibt keine Branche mit mehr Wettbewerb. Jeder, der einen Blick darauf wirft, wird feststellen, daß dort die Innovation besonders schnell voranschreitet. Wir brauchen die Möglichkeit, neue Funktionen in unsere Produkte zu integrieren, ohne daß sich die Regierung einmischt.

CW: Beherrscht Microsoft nicht den PC-Software-Markt?

Gates: Die Software-Industrie hat ihren Umsatz in den vergangenen sechs Jahren verdoppelt. Microsoft ist daran lediglich mit einem Marktanteil von vier Prozent beteiligt*. Wir sind erfolgreich, und daher gibt es immer wieder jemanden, der die Rolle von Microsoft hinterfragt. Der Grund für den guten Ruf von Microsoft ist die Innovationsgeschwindigkeit und Software, die den Anwendern tatsächlich hilft. Nichts davon wird sich ändern.

CW: Was ist mit dem Vorschlag, Microsoft aufzuspalten?

Gates: Niemand schlägt so etwas ernsthaft vor. Wir sind ständig im Dialog mit der EU-Kommission und den Bundesstaaten. Es gibt keine Beschwerden, keine Rechtsklage, einfach nichts.

*Zu dieser Argumentation siehe Seite 20)