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21.01.2000 - 

Thema der Woche

Gates geht - die Aktie steigt

Die Börse reagierte auf den Rücktritt von Bill Gates positiv. Nachdem die Microsoft-Aktie am 12. Januar an der New Yorker Börse wegen der Gerüchte um die Aufspaltung des Softwarekonzerns auf etwa 100 Dollar gefallen war, erreichte das Papier im nachbörslichen Handel nach der Bekanntgabe der Demission etwas über 107 Dollar. Am Tag darauf legte das Papier noch einmal um zwei Prozent zu. Der Titel kletterte um 4,64 Dollar auf einen Wert von 113 Dollar. An der Frankfurter Börse notierte die Microsoft-Aktie am Freitag bei 108,5 Euro. Das waren 8,75 Euro mehr als am Vortag. Der Marktwert des Unternehmens liegt augenblicklich bei etwa 558 Milliarden Dollar.

Die Analysten zeigten sich überrascht von der positiven Entwicklung des Kurses. Zwar sei es nicht unbedingt negativ zu bewerten, dass sich Gates von der Führung des Konzerns zurückziehe. Doch angesichts der drohenden Zerschlagung des Unternehmens müsse der Titel tendenziell herabgestuft werden, so die einhellige Meinung vieler Finanzexperten. Für das Geschäftsjahr 1999/2000 rechnen die Börsenauguren trotzdem mit einem Gewinn von 1,64 Dollar pro Aktie. Das entspricht einem Zuwachs um rund ein Fünftel.

Offensichtlich trauen die Börsianer dem neuen Microsoft-Boss eher zu, mit den künftigen Schwierigkeiten fertig zu werden. Laut "Wall Street Journal" könne der langjährige Weggefährte von Bill Gates dem Softwarekonzern am ehesten ein besseres Image verpassen. Außerdem habe der ehemalige Verkaufschef der Redmonder immer ein Gefühl für die Kunden entwickelt, während sich Gates eher für die Technik interessiert habe. Für die Zukunft erwarte die Finanzwelt einen stärkeren Innovationsschub. Optimistische Analysten halten Ballmer für fähig, das Microsoft-Papier bis auf einen Kurs von 135 Dollar hochzutreiben.