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18.06.1993

Gates orientiert sich am Unix-Markt Microsoft gibt NT-Code fuer US-Universitaeten frei

FRAMINGHAM (IDG) - Amerikanische Universitaeten erfreuen sich zur Zeit an Microsofts neuester Marketing-Strategie. Danach sollen die wichtigsten Forschungseinrichtungen des Landes Kopien des Sourcecodes von Windows NT erhalten. Mit dieser Massnahme eifert Microsoft-Gruender Bill Gates dem Unix-Vorbild nach.

Mitte der 70er Jahre hatte AT&T der kalifornischen Berkeley- Universitaet den Unix-Sourcecode zur Verfuegung gestellt und damit fuer eine Durchdringung des gesamten universitaeren Bereichs gesorgt. Die Folge war aber ebenfalls die Aufsplitterung des Betriebssystems in eine Reihe unterschiedlicher Dialekte. So entstammt etwa die Variante Sunos von Sun Microsystems den Labors der Berkeley-Universitaet.

Microsoft-Produkt-Manager David Thatcher bringt denn auch seine Sorge zum Ausdruck, Windows NT koenne in verschiedene Derivate zerfallen. Dennoch werde sein Unternehmen den Code auf jeden Fall zu Forschungszwecken freigeben. Wie alle anderen Entwickler duerften auch Forscher Add-on-Produkte fuer Windows NT herausbringen.

Wenn allerdings Veraenderungen des Windows-NT-Sourcecodes angestrebt wuerden, muesse zunaechst die Erlaubnis von Microsoft eingeholt werden. Die Entstehung unterschiedlicher Varianten von Windows NT wolle das Softwarehaus unter allen Umstaenden vermeiden.

Die Universitaeten und Forschungseinrichtungen haben das Angebot des Softwaregiganten dankbar angenommen. Man erhalte den uneingeschraenkten Zugriff auf ein kommerzielles Betriebssystem der ersten Wahl, freut sich etwa Hochschulprofessor Tom Doeppner von der Brown University. Die Fruechte der nun moeglichen Entwicklungsarbeit ernte nicht zuletzt Microsoft selbst.