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09.06.2000 - 

Visuelle Entwicklung von komplexen Web-Anwendungen

Gates stellt auf der Teched neue E-Commerce-Tools vor

MÜNCHEN (CW) - Microsoft dominiert weite Teile des Softwaremarktes, doch im E-Commerce-Bereich hatten die Redmonder bisher wenig zu bieten. Mit einer Reihe von neuen Produkten, die auf der Entwicklerkonferenz Teched angekündigt wurden, soll sich das nach dem Willen des Unternehmens ändern.

"Microsoft wird die Software liefern, die die Welt braucht, um das Internet auf die nächste Stufe zu heben." In gewohnt unbescheidener Manier kommentierte Bill Gates in seinem Vortrag auf der MS-Entwicklerkonferenz Teched in Orlando die Pläne seines Unternehmens. Hatte man das lukrative Feld für die Entwicklung von kommerziellen Websites bisher weitgehend Konkurrenten wie Oracle oder Intershop überlassen, möchte nun Microsofts Chief Software Architect mit einer neuen Produktoffensive die Web-Entwickler für sich gewinnen.

Im Zentrum steht dabei der lange angekündigte "Biztalk Server 2000", der bereits 1999 erscheinen sollte. Microsoft hat nun eine wichtige Komponente für den XML-basierten Biztalk Server, "Biztalk Orchestration", demonstriert - und ohne diese strategische Erweiterung will die Gates-Truppe den Server nicht ausliefern.

Geschäftsprozesse und Websites per Drag and DropOrchestration soll Entwicklern und Branchenspezialisten die Zusammenarbeit und die Entwicklung von Geschäftsprozessen dank visuellem Design erleichtern. Wesentliches Merkmal von Orchestration ist die Möglichkeit von Drag-and-Drop-Design. Die Betaversion des Biztalk Servers wird im dritten Quartal erwartet.

Visuelle Entwicklung mittels Drag and Drop kennzeichnet auch andere neue Rapid-Application-Development-(RAD-)Tools. Die "Server Tools" etwa, die in der nächsten Version von "Visual Studio 7" enthalten sein werden, erleichtern dem Entwickler die Erstellung von Web-basierten Anwendungen. Über den "Server Explorer" sucht er sich die benötigten Komponenten aus und fügt sie in den Komponentendesigner ein. Visual Studio 7 soll im vierten Quartal in die Betatests gehen.

Außerdem gab Gates die Verfügbarkeit des Soap-Toolkits für "Visual Studio 6" bekannt. Damit ist es möglich, COM-Komponenten als "Web Services" einzusetzen. Die Web Services, die unter anderem auf einem XML-Messaging-Format beruhen, erleichtern die Erstellung von personalisierten Web-Seiten und den Zugriff von verschiedenen Gerätetypen aus.

Gates kündigte auf der Veranstaltung außerdem an, zwei Milliarden Dollar für die Weiterbildung der Entwickler auszugeben. In den nächsten drei Jahren soll die treue Gemeinde mittels Training und Support mit XML vertraut gemacht werden. Mit dem kommenden Visual Studio 7 spielt XML eine gewichtige Rolle bei der Entwicklung von verteilten COM-Anwendungen.