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10.10.2014 - 

"Vanity Fair"

Gates und Ballmer sprechen nicht mehr miteinander

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
"Vanity Fair" ist nicht unbedingt als High-Tech-Blatt bekannt, hat aber in der aktuellen Ausgabe ein umfänglich recherchiertes Microsoft-Porträt abgeliefert.

Die Geschichte steht mittlerweile auch online (die Zeit zum Lesen sollte man sich nehmen) und zitiert eine ganze Reihe von Insidern - unter anderem mit interessanten Aussagen zum Verhältnis von Firmengründer Bill Gates und seinem Nachfolger auf dem CEO-Sessel Steve Ballmer. Die hat der britische Branchendienst "The Register" übrigens noch mal etwas griffiger zusammengefasst. Gates und Ballmer sprechen nicht mehr miteinander - der Konflikt zwischen beiden eskalierte ungefähr um den Zeitpunkt von Ballmers Rücktritt herum.

Drei Generationen Microsoft-CEO: Bill Gates, Satya Nadella, Steve Ballmer
Drei Generationen Microsoft-CEO: Bill Gates, Satya Nadella, Steve Ballmer
Foto: Microsoft

Stein des Anstoßes war demnach die von Ballmer betriebene Übernahme der Gerätesparte von Nokia - die Ballmer, anders als der Microsoft-Verwaltungsrat, für die beste Idee seiner Karriere hielt. Gates gehörte dabei zu der Fraktion im Board, die gegen das Vorhaben opponierte, was der Freundschaft beider ein Ende machte. Aneinandergeraten waren Ballmer und Gates allerdings auch schon früher - zum Beispiel bei einem gemeinsamen Essen Anfang 2001. "Er wusste nicht, wie er mich CEO sein lassen sollte, und ich wusste nicht wie man das macht", erinnert sich Ballmer.

Überhaupt habe er zwischen 2001 und 2004 seinen schlechtesten Job abgeliefert, sagt Steve Ballmer. Unter anderem, weil er das enorme Potenzial des Mobiltelefonmarkts nicht erkannte und Microsofts "A-Team" stattdessen auf die überambitionierte Windows-Neuerfindung "Longhorn" ansetzte, die später unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrach und als Vista ausgeliefert floppte (das "Longhorn"-Projekt unterstand übrigens dem damaligen Chief Software Architect Gates).

Mittlerweile widmet sich Ballmer hauptsächlich seiner neuerworbenen Basketballmannschaft Los Angeles Clippers und besucht den Microsoft-Campus in Redmond nur noch selten. Größter Aktionär ist er aber nach wie vor. Bill Gates verbringt als Berater des neuen CEO Satya Nadella gegenwärtig wieder rund ein Drittel seiner Zeit bei Microsoft, nachdem er vorher schon fast nur noch in Sachen der Bill & Melinda Gates Stiftung unterwegs gewesen war.

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