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22.11.1985 - 

Attribute schweißen zerrissene Logikstruktur wieder zusammen:

GDV-Umsetzer können Daten verändern

Datenumsetzprogramme für Systeme der grafischen Datenverarbeitung (GDV) sind insbesondere bei Versorgungsunternehmen zunehmend gefragt. GDV-Umsetzer haben jedoch - wie Harald Fischer* in nachfolgendem Beitrag erläutert - durchaus ihre Tücken.

Versorgungsunternehmen setzen wegen der unterschiedlichen Aufgabenstellung auch, verschiedene Systeme der grafischen Datenverarbeitung ein. Da bei benachbarten Unternehmen zwar nicht die Sparten, wohl aber die Versorgungsgebiete übereinstimmen, kann eine Mehrfacherfassung von Grunddaten durch Umsetzprogramme vermieden werden.

Alle Programme haben folgende Merkmale gemeinsam: zum einen die vom Zielsystem unabhängige Struktur der Lesemodule (LM), für jedes System ist also nur ein Programmodul erforderlich, um Daten aus dem System herauszulesen und für die Umsetzung in ein beliebiges anderes System vorzubereiten.

Weiterhin erfolgt die Bearbeitung am A/N-Terminal beziehungsweise im Batch-Betrieb. Die Umsetzung erfordert somit keinen teuren grafischen Arbeitsplatz. Und drittens werden zur Beschreibung von Symbolen, Texten oder Linien in verschiedenen Systemen während des Programmlaufs die entsprechenden Umsetzparameter aus vordefinierten Parameterdateien geladen. Damit wird eine flexible Anpassung der Umsetzprogramme an verschiedene Aufgaben und Auftraggeber erreicht. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen Plan mit mehreren Parameterdateien zu bearbeiten und verschiedene Pläne mit unterschiedlicher Ausgestaltung (für verschiedene Anwender) zu erzeugen.

Grundsätzlich läßt sich sagen, daß grafische und logische Strukturen in dem Maße erhalten bleiben, in dem sie auch im Zielsystem realisierbar sind. Es ist beispielsweise nicht möglich, das grafische Element "Ellipse" in ein System umzusetzen, in dem dieses komplexe Element nicht existiert. Das bedeutet aber nicht, daß nun dieses komplexe Element nicht mehr dargestellt werden kann. Es wird vielmehr auf einfachere Strukturen zurückgeführt und beispielsweise als Folge von Geraden und Kreisbögen dargestellt. Damit wird aber die logische Struktur zerstört beziehungsweise die Erkennung, daß der Linienzug ein Element darstellt.

Diese Zusammengehörigkeit kann aber über Attribute wieder deutlich gemacht werden. Das heißt, obwohl das Element "Ellipse" nicht mehr als solches existiert, ist über Attribute die logische Zusammengehörigkeit der einzelnen Geraden und Kreisbögen erkennbar. Entsprechendes gilt auch für den umgekehrten Weg. Daraus ergibt sich, daß wegen der Unvollständigkeit der Umsetzung ein Teil der Information verlorengeht und eine Hin- und Rückumsetzung nicht mehr die Ausgangsdaten liefert.

Daraus ergeben sich einige Schlußfolgerungen: Die Umsetzung kann - gewollt oder ungewollt - grafische Daten modifizieren. Strukturen können aufgelöst und gebildet werden, Symbole ersetzt und Texte geändert werden. Die Umsetzung funktioniert besonders gut, wenn bei der Erfassung in einem System schon berücksichtigt wird, daß die Daten später umzusetzen sind.

Darüber hinaus muß die Umsetzung so flexibel sein, daß grafische Daten leicht auf andere Art dargestellt beziehungsweise simuliert werden können (Parameterdatei). Sie ist um so besser und umfangreicher, je flexibler das Ausgangssystem ist denn durch entsprechende Handhabung kann viel vom Umfang des Zielsystems simuliert werden.

*Harald Fischer ist Geschäftsführer des Ingenieurbüros Schüle, GDV-Beratung und RZ-Service für GDV, Crailsheim.