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04.10.2002 - 

Boxen schieben ist out

GE Compunet positioniert sich mit neuen Themen

MÜNCHEN (rs) - Das Systemhaus GE Compunet hat die Krise vor allem zum Nachdenken genutzt. Nach einer Evaluierung von Markt, Kunden und Partnern hat das Unternehmen nun seine Strategie vorgestellt, mit der es sich in den nächsten Jahren neu positionieren will.

Die Systemhauslandschaft in Deutschland steht mitten in der Konsolidierung. Auch für GE Compunet - mit mehr als einer Milliarde Euro und über 3000 Mitarbeitern größter einschlägiger Anbieter in Deutschland - bedeutet dies, sich auf die Suche nach neuen Wachstumsfeldern zu begeben. Das Image des Boxenschiebers, das Systemhäusern nach wie vor anhaftet, soll endgültig überwunden werden. Compunet will sich seinen Kunden als lösungsorientierter Partner präsentieren.

"Wo spielt die Musik, und wie können wir uns differenzieren?" fasst GE-Compunet-Chef Johannes Meier die Probleme bei der Entwicklung einer neuen Strategie des Unternehmens zusammen. Die Antwort lautet: mit mehr Services und Beratung. In das Portfolio aufgenommen wurden Themen, die den Kunden vor allem bei ihrem derzeit dringlichsten Problem helfen sollen: Kosten zu sparen.

Künftig drei Standbeine

Mit den drei Standbeinen Produktversorgung, Sytemintegration und IT-Betrieb präsentiert nun Compunet eine Mixtur aus alten wie neuen Tätigkeitsfeldern. Nach wie vor wird Compunet herstellerübergreifend IT-Produkte anbieten, möchte allerdings bereits hier mit umfassenderen Dienstleistungen und Beratung enger mit den Klienten zusammenarbeiten. Im Bereich IT-Betrieb wird in Zukunft das Angebot von Desktop Managed Services eine zentrale Rolle spielen, von dem sich Compunet in den kommenden Jahren ein Umsatzwachstum von mindestens 14 Prozent verspricht.

Mit einem wesentlich stärkeren Auftrieb, wenn auch von einer zunächst niedrigeren Basis aus, rechnen die Compunet-Verantwortlichen von den frisch gesetzten Schwerpunkten des Unternehmens. Neben Aktivitäten wie Microsoft-Services oder Netz- und System-Management wagt sich Compunet hier in neue Gefilde wie Server- und Speicherkonsolidierung oder DDS (Digital Document Services). Hinter letzterem verbirgt sich das Thema Output-Management, also die Organisation und Verwaltung der Infrastruktur von Druckern, Faxgeräten und Kopierern, die immer häufiger in einem Gerät vereint werden. Mit Web Application Solutions und Web Computing will man zudem auf den zunehmenden Bedarf an Portalen sowie Sicherheitsprodukten reagieren.

Ob es Compunet gelingt, mit den nun gefundenen Themen das Geschäft anzukurbeln - "Wenn wir hier nicht mindestens um 50 Prozent wachsen, wäre ich enttäuscht", so Meier - hängt vor allem davon ab, die Kunden von der Kompetenz als ganzheitlicher Dienstleister rund um die IT-Infrastruktur zu überzeugen. Dabei wird es auf die Vertriebsmannschaft ankommen. Compunet-Chef Meier nimmt in diesem Punkt kein Blatt vor den Mund: "Wo erkennbar ist, dass der Mitarbeiter nicht dazu in der Lage ist, dem Kunden vorzurechnen, wo er einsparen kann, hat er keine Berechtigung mehr."