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05.05.2000 - 

Neue Strategie im E-Business-Markt

GE teilt sich auf für die Integration

MÜNCHEN (CW) - GE Information Services (Geis), eine Tochter von General Electric, teilt sich in zwei Bereiche auf. Mit diesem Schritt will das Unternehmen die Bemühungen verstärken, von seiner angestammten EDI-Ecke in das lukrative E-Business vorzustoßen.

Mit einem Befreiungsschlag strebt nun auch Geis in die weite Welt des Internet: Die Firma wird in zwei Divisionen aufgespalten, um die neuen Anforderungen des elektronischen Handels bewältigen zu können: "Kunden wollen vermehrt Internet-Lösungen einsetzen und diese auch in Internet-Geschwindigkeit implementieren", so Harvey Seegers, CEO der neuen GE-Division Global Exchange Services. Der Bereich konzentriert sich künftig auf die Einführung von E-Commerce-Systemen und Internet-basierten Handelsplätzen. Die technologischen Schwerpunkte liegen dabei auf dem Datenaustausch über das Web, der Enterprise-Application-Integration (EAI) sowie Softwarelösungen für Beschaffungsprozesse.

Als Starthilfe erhält die Firma mehr als 100 000 Kunden, die bislang auf der GE-Plattform Handel betrieben haben - allerdings meist über das proprietäre EDI-Protokoll (EDI = Electronic Data Interchange). Der entscheidende Punkt ist nun, wie das Unternehmen die Anwender in eine offene Welt überführen kann, ohne dass sie zu den Konkurrenten Ariba oder Commerce One überlaufen: "Geis ist ein klassisches Beispiel dafür, dass man ein Legacy-System nicht einfach über Bord werfen kann", meint Berater Shawn Willett von Current Analysis aus Sterling, Virginia. "Sie müssen eine Menge Zeit und Geld aufbringen, um die Kunden auf das neue System zu bringen."

Unterstützt wird der Bereich Global Exchange Services von seiner neuen Schwestergruppe GE Systems Services. Die Sparte fokussiert sich auf die Backend-Software sowie die konkrete Migration von EDI-Kunden hin zu offenen Systemen. Während hier weltweit rund 500 Mitarbeiter eingesetzt werden, verfügt Global Exchange Services über 1500 Angestellte, von denen mehr als 50 an den deutschen Standorten Köln und Frankfurt am Main beschäftigt sind.

Mit der neuen Software "Interlinx" hat das Unternehmen jetzt begonnen, Produkte für die Integration von Applikationen und E-Commerce-Systemen auszuliefern. Das Messaging-Tool wurde vollständig in Java programmiert und verfügt über einen Satz von Adaptern zur Anbindung vorhandener ERP-Programme und der IBM-Middleware MQ Series. Darunter fallen Gateways zu SAP ALE und SAP EDI ebenso wie zum Oracle-EC-Gateway, zu Baan ERP und in die Peoplesoft-Welt.