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11.04.2003 - 

Mit Bietagenten und Preishaien auf Ebay-Schnäppchenjagd

Gebot macht erfinderisch

MÜNCHEN (mb) - Kaum ein Thema beschäftigt Internet-Nutzer so sehr wie Online-Auktionen, besonders die beim Weltmarktführer Ebay. Aufgrund der starken Nachfrage sind inzwischen auch hierzulande eine Fülle von Hilfsmitteln für Schnäppchenjäger auf dem Markt.

Die Internet-Tauschbörse, die Pierre Omidyar im September 1995 ins Leben rief, hat sich inzwischen zu einem multinationalen Imperium entwickelt: Allein in Deutschland wurden im Schlussquartal 2002 über Ebay Waren und Dienstleistungen im Wert von über einer Milliarde Euro gehandelt, im Februar dieses Jahres schauten mehr als zwölf Millionen Besucher bei dem virtuellen Auktionshaus vorbei. Kein Wunder, dass es inzwischen eine enorme Vielfalt von Tools gibt, die potenziellen Käufern bei Ebay das Leben erleichtern sollen. Oder - wie im Falle der Bietagenten oder "Sniper" - der Konkurrenz den Zuschlag erschweren.

Vorsicht vor Bietagenten

Programme wie "Snip", "Auctionstealer", "Bidnapper", "Biet-o-Matik" oder "Last-Minute-Gebot" sind häufig am Werk, wenn dem Schnäppchenjäger seine schon als sicher gewähnte Beute praktisch in der letzten Sekunde noch entrissen wird. Die Werkzeuge erlauben es, automatisch kurz vor Auktionsende ein höheres Gebot abzugeben, um damit die Konkurrenz auszustechen. Die Nutzung der Tools ist bei Ebay nicht erlaubt, das Auktionshaus ist nach eigenen Angaben sogar in der Lage, deren Benutzung festzustellen, und geht gegen Anbieter entsprechender Werkzeuge gerichtlich vor.

Wer fürchtet, ohne Zielautomatik das Auktionsende zu verpassen, dem sei der "Buytimer" von Oxbuy ans Herz gelegt: Die knapp sechs Euro teure Software erinnert den Nutzer per Popup-Fenster und Signal am PC daran, dass eine vorgemerkte Auktion in Kürze ausläuft, und startet den Countdown.

Mit interessanten Features wirbt auch Frank Murovec (Promuro) für den noch nicht erhältlichen "Baybrowser": Das Tool soll dem Benutzer zahlreiche Vorteile bei der Abgabe des Gebots beschaffen, ohne die Ebay-Richtlinien zu verletzen. Dazu zählen eine automatische, synchronisierte Uhr inklusive Timer mit Countdown-Funktion, damit der Teilnehmer das Ende der Auktion nicht verpasst. Außerdem öffnet das Programm mehrere sich ständig aktualisierende Fenster, um den Verlauf der Auktion zu verfolgen und rechtzeitig bieten zu können.

Der von Ebay angebotene Bietagent nimmt sich vergleichsweise bescheiden aus. Da dieser bereits vor Auktionsende hartnäckig die Führungsposition bis zu einer festgelegten Grenze verteidigt, muss man unter Umständen unnötige Preissteigerungen in Kauf nehmen.

Auch bei der Recherche gibt es offenbar Optimierungsmöglichkeiten: So zeigt die knapp zehn Euro teure Software "Baywotch Preishai" auch Auktionen an, die bei Ebay ausgeblendet werden. So ist man bei Ebay offenbar der Meinung, die Kurzform von 60 Nanosekunden ("60ns") habe etwas mit dem Dritten Reich zu tun. Auch offenkundig harmlose Bücher wie der Tim-&-Struppi-Comic "Der Arumbaya-Fetisch" werden von der (deutschen) Website mit einem Bann belegt.

Geduldigen Schnäppchenjägern und Ebay-Süchtigen bietet sich außerdem die Freeware "Baywatcher Pro" von Aborange.de an: Mit der Software lassen sich - unter anderem - beliebig viele Suchabfragen verwalten, paral-lel ausführen und anschließend auch anzeigen. (mb)

Links

www.oxbuy.de

www.promuro.de

www.baywotch.de

www.aborange.de