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03.01.1986 - 

Ungeachtet des Widerstandes von Plessey gegen Fusion:

GEC hält Übernahmeofferte aufrecht

LONDON (CW) - Zurückgewiesen hat die Plessey Company das Übernahmeangebot des britischen Elektronik-Konzerns General Electric Company (GEC). Trotz des Vetos von Plessey will GEC die Offerte aufrechterhalten.

Anfang Dezember hatte die General Electric Company, Großbritanniens größter Elektronik- und Telekommunikations-Konzern, der Plessey Company eine Fusion vorgeschlagen. Offiziell unterbreitete das Unternehmen seinem wichtigsten Inlandskonkurrenten ein Kaufangebot in Höhe von rund 1,2 Milliarden Pfund Sterling (160 Pence pro Aktie). GEC-Chef James Prior begründete die Offerte damit, daß eine Fusion der beiden Firmen die britische Elektronik- und Fernmeldeindustrie stärken würde. Ferner verspricht sich Prior von der Fusion größere Exportchancen für sein Unternehmen.

Der Verwaltungsrat der Plessey Co. dagegen hat das GEC-Angebot einstimmig zurückgewiesen. Ein Sprecher erklärte, die Offerte sei unwillkommen und entbehre jeder wirtschaftlichen Logik. Darüber hinaus sei das Angebot in Form und Inhalt unangemessen und weder für die Plessey-Aktionäre noch für die britische Industrie von Vorteil. Im Gegenzug bekräftigen die Plessey-Direktoren ihr Interesse am Ankauf des GEC-Anteils am Telefon-System X, an dem beide Unternehmen beteiligt sind. Trotz des Plessey-Widerstandes will die General Electric Company ihre Offerte aufrechterhalten. Dies soll James Prior in einem Schreiben an Plessey-Chairman Sir John Clark betont haben.

Auch die British Telecommumcations (BT) hat sich für eine Fusion der beiden Unternehmen ausgesprochen. Laut Finanzdirektor F. Douglas Perryman stelle diese Transaktion für BT eine "industrielle Logik" dar, nur einen Lieferanten von digitalen Telefonvermittlungsanlagen zu haben. Perryman betonte aber, daß BT in der Auseinandersetzung zwischen GEC und Plessey eine "absolut neutrale Position" einnehmen werde.