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27.09.1996 - 

Schwacher Soho-Markt in Europa

Gedämpftes Wachstum für PC-Hersteller prognostiziert

Die Experten rechnen mit einem weltweiten Absatz von knapp 70 Millionen Desktops in diesem Jahr, so daß ein Wachstum gegenüber 1995 von 18,5 Prozent erreicht wird. Leicht rückläufig setzen die Marktforscher die Wachstumsrate für 1997 an: Mit etwa 81 Millionen verkauften PCs liegt das Plus dann nur noch bei 16,6 Prozent.

Als Ursache für die nachhaltigen, wenn auch moderateren Verkaufserfolge werden regionale und technische Aspekte angeführt. So sei im asiatisch-pazifischen Raum, insbesondere in Japan, eine nahezu sprunghaft steigende Nachfrage zu verzeichnen. Aber auch in anderen Ländern gebe es erhebliches Interesse an neuen Systemen, die auf Pentium-Pro- und Windows-NT-Rechnern basieren und Internet- beziehungsweise Multimedia-Features aufweisen.

Als Wachstumshemmer erweisen sich dagegen die eher schleppenden Verkäufe in Europa und den USA. Hinzu kommen Produktionsverzögerungen aufgrund von Lieferengpässen bei einigen Systemkomponenten sowie die Marktschwäche von Apple.

Als typisches Beispiel für die allgemeine Marktentwicklung nennt Eric Lewis, PC-Experte unter den IDC-Analysten, die Situation in den USA. Wirtschaftsaufschwung, zahlreiche Unternehmensneugründungen sowie eine steigende Nachfrage nach portablen Rechnern und der Internet-Boom sorgen dort nicht für ein stetiges Wachstum. Liegt das amerikanische Absatzplus in diesem Jahr noch bei 16,6 Prozent (26,8 Millionen Einheiten), soll es 1997 relativ gesehen auf 13 Prozent (30,3 Millionen Rechner) schrumpfen. Ursache dafür ist laut Lewis in erster Linie der Umstand, daß es sich bei dem PC-Erwerb meist um Ersatzbeschaffungen handelt, das Potential der Neueinsteiger also sinkt.

Noch schlechter sieht die Situation in Europa aus. Der Verkauf von 16,6 Millionen Einheiten in diesem und 18,1 Millionen im nächsten Jahr bringt ein Plus von lediglich 9,5 Prozent. Das vergleichsweise schlechte Ergebnis ist auf Einbrüche im Markt für Heimanwender und kleinere Firmen zurückzuführen. Dieses Defizit ließ sich durch beachtliche Erfolge bei den Notebook-Verkäufen und bei Großanwendern nur zum Teil wieder ausgleichen.