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02.01.2006

Gedas schärft das Profil von T-Systems

Übernahme macht Telekom-Tochter zur Nummer eins im Automotive-Sektor.

Pünktlich vor Weihnachten bestätigte der VW-Konzern, dass er seine IT-Tochter Gedas zum 1. Januar 2006 an T-Systems verkauft. Rund 5500 Mitarbeiter des Berliner Serviceunternehmens wechseln in die Automotive-Sparte von T-Systems. Nach Einschätzung informierter Kreise liegt der Kaufpreis bei knapp 450 Millionen Euro.

Die Mitarbeiter und Berater von PAC sehen Vorteile für beide Seiten. So schloss VW mit T-Systems einen 2,5 Milliarden Euro schweren Rahmenvertrag über IT-Dienstleistungen für die nächsten sieben Jahre. Damit bezieht bereits der zweite deutsche Automobilkonzern IT-Services von der Telekom-Tochter. Seit der Übernahme des Debis Systemhauses zeichnet T-Systems für die Kernsysteme von Daimler-Chrysler verantwortlich. Im Automobilumfeld entstehe nun ein Riese, der in Deutschland einen Marktanteil von 27 Prozent in der Branche hält, erklärte PAC-Consultant Jakov Cavar. Die wichtigsten Konkurrenten IBM und EDS erreichen in diesem Segment lediglich Anteile von neun und sieben Prozent.

Cavar spricht von einem Novum. Erstmals würden zwei Automobilhersteller von demselben IT-Dienstleister betreut, und zwar nicht nur deren IT-Infrastruktur, sondern auch Kernprozesse: "Dies hat Signalwirkung für die Automobilindustrie."

Mit dem Kauf von Gedas treibt T-Systems zudem seine Internationalisierung voran. Die VW-Tochter erzielt mehr als zwei Drittel ihrer Einnahmen im Ausland und unterhält mehr als 50 Standorte in 13 Ländern. Nach PAC-Berechnungen erobert T-Systems beispielsweise im spanischen IT-Servicemarkt Platz fünf.

"Auch in Frankreich und Großbritannien macht der IT-Dienstleister einen großen Schritt vorwärts", erläutert Cavar, wenngleich für eine führende Position noch weitere Anstrengungen vonnöten seien. "In Übersee - den USA, Mexiko und Südamerika - , aber auch in China, verbessert die Übernahme T-Systems’ Delivery-Kapazitäten." Mit den Gedas-Aktivitäten in Latein- und Mittelamerika könne T-Systems zudem seine Offshore-Kapazitäten weiter ausbauen. Damit erhöhe der Anbieter seine Attraktivität für internationale Kunden in den USA und Großbritannien, wo Offshore-Angebote erwartet würden.

"Nicht zuletzt setzt die Deutsche Telekom mit dem Zukauf ein klares Zeichen, dass sie wieder bereit ist, in T-Systems zu investieren", kommentierte Christophe Chalons, Geschäftsführer von PAC Deutschland. (wh)