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12.11.1998 - 

Kommentar

Geduldsfäden wie Schiffstaue

Die SAP ist nur zu beglückwünschen - zu ihren immer noch rapide steigenden Umsätzen und ihren üppigen Gewinnen, vor allem aber zu ihren wundervollen Kunden. Was für jeden Werbestrategen Sinn und Zweck allerhöchster Anstrengungen ist, Markentreue nämlich, erreicht das größte deutsche Software-Unternehmen anscheinend en passant.

Wo gibt es heute noch derart treue Kunden? Nun gut, viele Hausfrauen kaufen keine Waschmaschine, auf der nicht "Miele" steht, und dem Vernehmen nach tragen einige Topmanager grundsätzlich nur Anzüge mit einem Etikett von Georgio Armani. Aber selbst diese Klientel liefe sicher mit fliegenden Fahnen zur Konkurrenz über, wenn die Produkte des bevorzugten Herstellers den eigenen Ansprüchen plötzlich nicht mehr genügten.

Okay, das Beispiel hinkt. Bei Waschmaschinen und Business-Outfits gibt es weit weniger Schnittstellen-Probleme. Insofern ist der Geduldsfaden eines Software-Anwenders logischerweise etwas fester gesponnen, als er es in der Zielgruppe für Konsumgüter ist. Aber auch in der Softwarebranche räumt der Kunde dem Anbieter normalerweise nicht vier Jahre Zeit ein, um ein Manko des Produkts zu beheben - geschweige denn, daß er es mehr oder weniger klaglos akzeptierte, wenn sein Anspruch innerhalb des durch Sachzwänge vorgegebenen Zeitrahmens nicht erfüllt wird. Wie gesagt, herzlichen Glückwunsch, SAP. Solche Leser hätten wir gern!