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20.09.1991 - 

User-Interface erleichtert den Einstieg

Geeignetes Systemmanagement entlastet die DV-Budgets stark

Engpässen im DV-Betrieb begegnet man auch heutzutage häufig noch ausschließlich durch Erweiterung der Hauptspeicher sowie durch Anschaffung neuer Peripheriegeräte und größerer Rechnersysteme. Oft reicht jedoch der Einsatz von Performance-Monitoren, um Produktivitäts-Steigerungen ohne zusätzliche Hardware-lnvestitionen zu erzielen.

Will man die Situation, in der sich die Rechenzentren beziehungsweise DV-Abteilungen in den Unternehmen heute befinden, grob skizzieren, dann sind vor allem zwei Merkmale hervorzuheben. Es werden ständig neue Applikationen entwickelt und in Betrieb genommen, die online arbeiten und den Ressourcenverbrauch erheblich igern.

Noch schwerwiegender können die Auswirkungen beim Einsatz von Standardanwendungen sein. Denn in solchen Fällen läßt sich der zu erwartende Ressourcenverbrauch nur schwer oder gar nicht vorherbestimmen. In beiden Fällen dehnt sich auch der Kreis der Benutzer aus, die alle einen schnellen Zugriff auf das System beanspruchen. Da sämtliche Anwendungen um die zur Verfügung stehende CPU-Leistung konkurrieren, wird es für DV-Manager immer schwieriger, jederzeit die optimale Rechnerleistung sicherzustellen.

HW-lnvestitionen nur Tropfen auf heißen Stein

Schlechte Antwortzeiten, Kapazitätseinschränkungen oder gar Systemausfälle sind die Folge einer nur unzureichenden Abstimmung des Gesamtsystems. Dies ist gewissermaßen die altbekannte klassische Problematik, die in den meisten Fällen damit endet, daß sich auf den Schreibtischen des Top-Managements eine Vielzahl von Investitionsanträgen für den Ausbau der DV-Systeme stapelt. Periodisch wiederkehrende Hardware-Investitionen und der Einsatz modernster Peripheriegeräte schaffen jedoch nur kurzfristig Abhilfe bei Performance-Problemen .

Als weiteres ist eine verstärkte Kontrolle der DV-Ausgaben durch die Unternehmensleitung hinzugekommen. Die Kosten der Datenverarbeitung machen inzwischen einen beträchtlichen Teil der Gesamtausgaben eines Unternehmens aus und werden daher häufiger einer Kontrolle unterzogen. Das DV-Management muß folglich dem Kostengesichtspunkt höhere Priorität einräumen, als das bisher üblich war. Die Zeiten, in denen DV-Budgets relativ unkontrolliert wachsen konnten, sind somit vorbei.

Aufgrund der ständig steigenden Anforderungen benötigen Unternehmen Kontroll- und Steuerungsinstrumente, die eine gleichbleibende System-Performance selbst bei Spitzenbelastungen sicherstellen. Um dies zu erreichen, setzen DV-Manager immer häufiger Performance-Software ein, die ihnen jederzeit einen Überblick über den aktuellen Zustand des DV-Systems gibt. Gleichzeitig liefern die Pakete Lösungsvorschläge, wie sich die Leistung der eingesetzten Hard- und Softwarekomponenten verbessern läßt.

Performance-Programme enthalten eine Reihe von Überwachungs-Funktionen, die auf Krisensituationen aufmerksam machen, noch bevor es zu ernsthaften Systemstörungen kommt.

Nach der Installation werden die Performance-Systeme zum integrierten Bestandteil der Betriebssysteme. Die Programme tragen wesentlich dazu bei, daß die schwierige Aufgabe der Systemüberwachung effizient bewältigt werden kann. Von den Systemprogrammierern bis zu den Benutzern der Online-Systeme erhalten alle am DV-Ablauf Beteiligten die benötigten Informationen, um im Fall von Engpässen die Ursachen sofort festzustellen und zu beseitigen.

Performance-Tools erlauben außerdem Simulationsläufe So läßt sich im Vorfeld einer DV-Reorganisation der Grad der möglichen Verbesserungen feststellen. Mit Hilfe analytischer Modelle erhält man zum Beispiel genaue Auskünfte über die Auswirkungen bei Konfigurationsänderungen.

Grundlage jeder Performance-Optimierung bildet die genaue Analyse des Ist-Zustands. Um eine wirkungsvolle Überwachung sicherzustellen, müssen die gesammelten Daten die Situation innerhalb des Systems genauestens widerspiegeln und den Anwender zur bestmöglichen Lösung führen Durch Echtzeitüberwachung stehen die Informationen für die Analyse unmittelbar zur Verfügung.

Zeichnen sich zum Beispiel anhand der ermittelten Daten Systemstörungen ab, können frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Zur Frühwarnung definiert man Schwellenwerte, die beim Überschreiten auf die Krisensituation aufmerksam machen.

Einheitliche Meßverfahren überwachen jede einzelne Komponente des DV-Svstems und ihr Zusammenwirken. So ist es beispielsweise möglich, Datenbanksysteme ebenso wie CICS-Abläufe, Batch-Jobs oder Online-Entwicklungen zu analysieren. Darüber hinaus wird auch die Gesamtperformance einschließlich der CPU- und DASD Aktivitäten von den Tools geprüft.

Rund 80 Prozent der Performance-Engpässe treten bei DASD-Subsystemen auf. Auch hier ist zunächst eine genaue Analyse der laufenden Aktivitäten erforderlich, um Problempunkte aufzufinden. Die mit den entsprechenden Programmen gesammelten Informationen lassen sich anschließend für das Systemtuning verwenden.

Benutzeroberflächen gehören inzwischen auch zur Standardausstattung moderner Performance-Tools. Durch den Bedienkomfort verkürzt sich unter anderem die Einarbeitungszeit. Einheitliche Benutzer-Interfaces reduzieren auch die Kosten für Enduser-Schulungen. Eine leicht zu handhabende Benutzeroberfläche ist insbesondere für Unternehmen von Bedeutung, die Performance-Programme auf unterschiedlichen Hardwareplattformen verwenden Unabhängig davon, ob der Einsatz der Performance-Tools unter VSE, VM, MVS, VMS oder Unix erfolgt, bleiben Erscheinungsbild und Benutzeroberfläche gleich. Anwender haben trotz der verschiedenen Rechnersysteme immer wieder die gleichen Bildschirmmenüs Bedienungshinweise und Handhabungsrichtlinien auf ihrem Monitor. Durch Verwendung von Standards wird nicht nur für die Portabilität der Performance-Programme gesorgt, sondern auch dafür, daß Weiterentwicklungen oder neue Technologien-Expertensysteme, PC-Unterstützung sich nachträglich problemlos integrieren lassen.

Im Rahmen eines wirkungsvollen Performance-Managements sollte man auch die Kapazitätsplanung nicht außer acht lassen. Status-Reports, die aus den Performance-Programmen stammen, liefern hierzu die Basisdaten. Kapazitätsplanungs-Software hilft, Zukünftige Belastungen exakter zu prognostizieren und zusätzliche Systeme bedarfsgerecht auszuwählen.

Der DV-Leitung bietet sich durch ein gezieltes Performance-Management die Möglichkeit, die DV-Produktivität erheblich zu steigern. Vielfach kann dadurch eine zunächst geplante Hardware-Aufrüstung entfallen, oder zumindest verzögert sich der Investitionszeitpunkt. Die verfügbaren Ressourcen werden optimal genutzt und so die getätigten Investitionen gesichert. Außerdem entdeckt man Performance-Engpässe oder Krisensituationen schon frühzeitig und kann entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.