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27.06.1997 - 

Kommentar

Gefahr erkannt - Gefahr verpennt

Auch wenn es keiner mehr hören will: Der Erfolg eines Softwareprojekts hängt im wesentlichen von seiner Organisation ab. Diskussionen um Engineering-Verfahren und Tools laufen ins Leere, wenn Ziele, Strategien nicht definiert, Kompetenzen und Verantwortungsbereiche nicht geklärt sind, das Management Lippenbekenntnisse liefert.

Die typischen Fehler und ihre Gegenmaßnahmen werden von Experten so häufig wiederholt, daß ihre Nennung als Platitüde erscheint. Und trotzdem: Immer wieder trifft die Management-Schelte zu. Die Chefetagen mißinterpretieren die geschäftstragende Bedeutung der Informationstechnologie und weigern sich, in langfristige Prozeßverbesserungen sowie in projektvorbereitende Maßnahmen zu investieren. Überzeugen können im Höchstfall einfachste Tortengrafiken und bunte Oberflächen, die im Notfall von Kleinkindern zu bedienen sind.

Auch in Amsterdam saß das Management nicht an einem Tisch mit seinen Software-Ingenieuren. Solange dieser Zustand andauert, bleiben Erfolgsstories wie die von Siemens Ausnahmen und die Vorschläge zur Prozeßverbesserung nichts als Appelle, die im Leeren verhallen.