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09.12.1983

Gefahren lauern in neuen SW-Trägermedien:"Firmware" als trojanisches Vertriebspferd

09.12.1983

NORWALK (hh) - Der Softwaremarkt ist immer für Überraschungen gut, meinen die Autoren einer neuen Studie der International Resource Development Inc. aus Norwalk. Connecticut. Softwarehersteller, die beispielsweise auf Firmware zur Distribution ihrer Programme setzen, könnten nach den Hochrechnungen des Unternehmens mit einer herben Enttäuschung rechnen.

Untersucht haben die Marktforscher die verschiedenen Medien, auf denen Software verkauft werden kann wie Bänder, Floppies, Minifloppies und Chips. Obwohl gerade Softwareentwickler große Hoffnungen in den Chip, durch den das illegale Kopieren stark erschwert wird, als Träger für ihre Programme setzen kann sich Firmware als Flop erweisen. Nach Meinung der IRD-Mitarbeiterin Joan de Regt birgt dieses Medium einige Risiken in sich. So sind die Kosten für den zusätzlichen Schutz zu hoch. Darüber hinaus wird durch den Einsatz von Chips als Trägermedium wertvolle Distributionskraft in die Hände von Hardwareherstellern gegeben. In einer solchen Vertriebsumgebung reduzieren sich die Möglichkeiten auf ein bloßes OEM-Geschäft für die Softwarehäuser im Windschatten der Hardwaremanufakturen oder das Ausspähen von Marktnischen. Für Computer- oder Chiphersteller mag das Auftreten von Firmware gut sein, für Unabhängige aber verbirgt sich hier eine echte Gefahr, so das Resümee.

Neben den Chips wartet eine andere Form der Softwaredistribution auf potentielle Opfer: Teledistribution. Die Gruppe, die hier leiden wird, sind die Händler, meinen die IRD-Autoren. Mache das direkte Überspielen der Programme zum Anwender auch momentan das Händlerleben einfacher, so kann es doch auf lange Sicht das Ende der Handelstätigkeit mit diesem Produkt bedeuten.

Die Studie mit dem Titel "Software Publishing and Distribution" hält aber auch Positives bereit. Die IBM, favorisierter Rivale in vielen DV-Bereichen, wird zwar auf dem Softwaresektor kräftig zulegen, gleichzeitig durch die konservative Preispolitik aber auch zu einer Beruhigung an dieser Front beitragen. Dies bedeutet für unabhängige Häuser, daß ihre Margen bald wieder steigen.