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07.04.1995

Gegen Apple, Compaq und Packard Bell Hewlett-Packard zielt mit billigen Multimedia-PCs auf Heimmarkt

MUENCHEN (CW) - Der Kampf der PC-Hersteller um den Heimmarkt wird spannend: Mit Hewlett-Packard (HP) beteiligt sich nun ein Branchenriese, der bislang eher durch teurere Systeme auffiel, an der PC-Preisschlacht. Apple, Packard Bell (PB) und Compaq, drei Grosse im Markt der Multimedia-faehigen Rechner, werden die ersten sein, die auf HPs Vorstoss reagieren muessen. Intel als marktdominanter Lieferant leistungsfaehiger Prozessoren und die Anwender duerften am meisten von den Aktivitaeten profitieren.

Besonders wegen der gewachsenen Akzeptanz der Multimedia- Technologie hat sich der Markt fuer Heim-PCs sprunghaft entwickelt. Das Marktforschungsunternehmen Forrester Research Inc. rechnet damit, dass die PC-Verkaeufe in private Haushalte im laufenden Jahr um 27 Prozent zunehmen werden. Entsprechend wichtig nimmt denn auch HP mittlerweile den Privatbereich. Das "Wall Street Journal" zitiert Harry McKinney mit der Aussage, HP koenne sich aus diesem boomenden Markt nicht laenger fernhalten.

HPs Produktverantwortlicher fuer den Heimmarkt will sich bei seinen Aktivitaeten ein Beispiel an Packard Bell nehmen: Der PC-Anbieter aus der Naehe von Los Angeles ist laut Dataquest nicht allein der weltweit zweitgroesste Anbieter von Multimedia-Systemen hinter Apple, sondern in den USA sogar vor Apple die Nummer eins. Das Unternehmen strahlt auch einige Selbstsicherheit aus. Meint Hans- Dieter Riechmann, Geschaeftsfuehrer der deutschen Niederlassung in Muenchen, auf die Frage, wie PB auf HPs Engagement reagieren werde: "Wir haben in den vergangenen drei Jahren genug Know-how im Multimedia-Segment gesammelt, so dass wir zum jetzigen Zeitpunkt ohne besondere Massnahmen auf HPs Aktivitaeten warten koennen."

In der Tat kann kein anderer PC-Hersteller von sich behaupten, er habe das Thema Multimedia fruehzeitig so konsequent verfolgt wie PB. Als erste ruestete die Firma ihre PCs mit TV-Tuner- sowie MPEG- Karten und Lautsprechern aus. Dabei setzte das Unternehmen die Preise so niedrig an, dass viele Brancheninsider glaubten, PB mache wenig Profit mit seinen Rechnern.

HP stellte einen PC mit einem mit 60 Megahertz getakteten Pentium- Prozessor vor, der - ausgestattet mit einem Farbmonitor - in den USA rund 1900 Dollar kosten soll. Damit naehert sich das Unternehmen bis auf rund 100 Dollar an einen vergleichbaren Rechner von PB an.

Compaq, weltweit Nummer eins des PC-Marktes, will ebenfalls keine Marktanteile an HP verlieren. Die Texaner hatten es allerdings in der Vergangenheit versaeumt, ihre Multimedia-Maschinen mit leistungsstarken Pentium-Prozessoren auszustatten. Erst zur CeBIT praesentierte das Unternehmen ein Pentium-basiertes Multimedia- System.

Siehe auch: CW 14; S. 4 Dollarschwaeche belastet Ergebnis der GmbH.