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03.11.2000 - 

Die Service-Division liegt nicht im Plan

Gegen den Trend: Compaq legt solide Quartalszahlen vor

MÜNCHEN (CW) - Nachdem Intel, Dell und Apple im abgelaufenen Geschäftsquartal hinter den Erwartungen zurückblieben, konnte Compaq nun ein überraschend gutes Ergebnis vorlegen. Sowohl das PC- als auch das Enterprise-Computing-Geschäft verlief überwiegend erfolgreich - der Servicesektor hingegen bereitet den Texanern Kummer.

Der PC-Hersteller aus Houston steigerte im abgelaufenen dritten Quartal 2000 seinen Nettogewinn um 288 Prozent auf 550 Millionen Dollar beziehungsweise 31 Cent je Aktie. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, der aus Compaq-Sicht allerdings alles andere als erfolgreich abgeschlossen worden war, hatte das Unternehmen unter dem Strich 140 Millionen Dollar oder acht Cent je Aktie übrig behalten. Das diesjährige Resultat übertraf die Erwartungen der Wallstreet-Analysten um zwei Cent je Aktie.

Nach drei durchwachsenen Jahren konnte Compaq im abgelaufenen Berichtszeitraum außerdem ein Umsatzwachstum von 22 Prozent vorweisen: Die Einnahmen stiegen von 9,21 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 11,2 Milliarden Dollar. Compaq legte auf breiter Linie zu. Die Enterprise Computing Group, die alle Server-Linien sowie Speicherprodukte umfasst, erwirtschaftete im dritten Quartal 3,8 Milliarden Dollar. Das sind 19 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Der operative Gewinn der Einheit wuchs von 295 auf 597 Millionen Dollar.

Die Commercial Personal Computing Group, die Division für Unternehmens-PCs, schrieb nach dem operativen Vorjahresverlust von 169 Millionen Dollar im abgelaufenen Berichtszeitraum wieder schwarze Zahlen in Höhe von 133 Millionen Dollar. Der Umsatz legte mit 3,48 Milliarden Dollar um 28 Prozent zu.

Die Einnahmen der Consumer-Gruppe wuchsen zwar um 45 Prozent auf 2,13 Milliarden Dollar, der operative Gewinn ging jedoch von 65 auf 63 Millionen Dollar zurück. Analysten warnen, dass Compaq insbesondere durch Hewlett-Packard (HP) weiter unter Druck geraten könnte. Im September dieses Jahres soll HP nach Angaben der Marktforscher von PC Data deutlich mehr Consumer-PCs über den Handel abgesetzt haben als Compaq. Im Notebook-Markt für Privatanwender bläst neben HP auch Sony zum Angriff.

Wenig erfreulich fiel das Ergebnis der Unternehmenseinheit Global Services aus. Hier musste Compaq bei Einnahmen von 1,7 Milliarden Dollar einen zweiprozentigen Umsatzrückgang hinnehmen. Der operative Profit schrumpfte um 16 Prozent auf 254 Millionen Dollar.

Aufgrund der Euro-Schwäche und weiterer Aspekte, die nicht näher erläutert wurden, rechnet Compaq im vierten Quartal mit einem Nettogewinn von nur 37 Cent je Aktie. Analysten waren von 41 Cent pro Anteilschein ausgegangen. Den Umsatz will das Unternehmen im laufenden Berichtszeitraum um 18 Prozent auf 12,36 Milliarden Dollar steigern.