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04.09.1981 - 

Prime-Mitrbeiter

Gegendarstellung

Unter der Überschrift "Prime-Mitarbiter flüchten in Scharen" berichtete die COMPUTERWOCHE in Ausgabe Nr. 34/1981 über die Prime Computer GmbH, Wiesbaden. Prime-Geschäftsführer Herbert Bechtel und Primemitarbeiter Ebeffiard Witte schickten der COMPUTERWOCHE Gegendarslellungen. Nach dem Bayerischen Landespressegesätz sind wir verpflichtet Gegendarstellungen ohne Prüfung des Inhalts abzudrucken.

In der Zeitung COMPUTERWOCHE Ausgabe nr. 34 vom 21 August 1981, ist auf der Titelseite sowie auf Seite 3 ein Beitrag unter der Überschrift "Prime-Mitarbeiter flüchten in Scharen" enthalten, der unrichtige Behauptungen enthält, die die Prime Computer GmbH, wie folgt richtigstellt:

1. Unrichtig ist zunächst bereits die in der Überschrift enthaltene Behaupung, daß Prime-Mitarbeiter in Scharen flüchteten.

Richtig ist vielmehr, daß die Prime Computer GmbH seit dem 4. Quartal .. 59 neue Mitarbeiter eingestellt hat. Demgegenüber sind 40 Mitarbeiter ausgeschieden, so daß ein Personalzuwachs von 19 Mitarbeitern erreicht wurde.

2. Unrichtig ist ferner, daß die namentlich im einzelnen in dem Artikel genannten ehemaligen Mitarbeiter der Prime Computer GmbH das Handtuch geworfen hätten oder vorübergehend beurlaubt worden seien.

Richtig ist, daß keiner der Genannten vorübergehend beurlaubt wurde. Es hat auch keine der Personen das Handtuch geworfen: Lediglich ein einziger wird aus ausschließlich privaten Gründen, die in keinem Zusammenhang zu seinen beruflichen Aufgaben stehen, Prime Computer GmbH auf eigenen Wunsch verlassen, die weiteren ehemaligen Prime-Mitarbeiter verließen das Unternehmen auf Veranlassung der Gesellschaft.

Unrichtig ist, daß sich nach und nach das gesamte Prime-Management gelichtet oder eine regelrechte Massenflucht im Management stattgefunden habe.

Richtig ist, daß von dem aus 8 Mitarbeitern bestehenden Prime-Management nur der ehemalige Geschäftsführer das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hat und einem weiteren Mitarbeiter aus diesem Kreis von Prime gekündigt wurde.

4. Unrichtig ist, daß der ehemalige Prime-Geschäftsführer Hans-Dieter Holler diesen Posten Anfang 1981 gegen einen konzerninternen OEM-Job in Spanien tauschte.

Richtig ist vielmehr, daß Herr Holler nach seinem Ausscheiden aus der Prime Computer GmbH für den Konzern als Director, European Distributed Operations, für Österreich, die Schweiz, Spanien und Portugal tätig war.

5. Unrichtig ist, daß sich die Prime Computer GmbH überzogene Umsatzziele gesteckt hat oder ihr von ihrer amerikanischen Muttergesellschaft eine Umsatzsteigerung von 50% vorgegeben worden sei und dieses eine Katapultierung des Umsatzes darstellt, wobei die Prime Computer GmbH dieses Umsatzziel jedoch um glatt 30 % verfehlt habe und in der Gewinnrichtung sogar um 50 % vom Wege abgekommen sei. Unrichtig ist ferner, daß dies zu Reorganisationmaßnahmen geführt habe.

Richtig ist, daß die Prime Computer GmbH sich das genannte Umsatzziel - selbstverständlich nach Abstimmung mit ihrer amerikanischen Muttergesellschaft - selbst vorgegeben hat wobei eine Steigerung um lediglich 50 % die seit Jahren niedrigste Steigerungsrate ist. Dieses Umsatzziel wurde von der Prime Computer GmbH zu 96 % erreicht, und der Gewinn lag dabei sogar geringfügig über dem selbst vorgegebenen Ziel, so daß auch der Grund für Reorganisationsmaßnahmen in keinem Fall in der unrichtig behaupteten Planverfehlung lag.

6. Unrichtig ist ferner, daß die Vertriebsbeauftragten der Prime Computer GmbH mit eingefrorenem Personalbestand plötzlich den doppelten Umsatz machen sollten.

Richtig ist vielmehr, daß der von der Prime Computer GmbH einmal verabschiedete entsprechende Plan nicht verändert wurde, insbesondere die Zielvorgaben für Verkäufer nie verdoppelt wurden.

7. Unrichtig ist, daß auf Betreiben der amerikanischen Muttergesellschaft der gesamte Auftragsprozeß einschließlich der simplen Auftragsannahme hätte fortan zentral abgewickelt werden müssen.

Richtig ist, daß die Prime Computer die Auftragsabwicklung reorganisiert hat. Dies beruhte auf einer autonom getroffenen Entscheidung der deutschen Gesellschaft, bei der die amerikanische Muttergesellschaft nicht mitwirkte.

8. Unrichtig ist, daß der Einfluß der amerikanischen Muttergesellschaft auf die Prime Computer GmbH so weit gegangen sei, daß von der Muttergesellschaft vorgebene Planziele durch den ehemaligen Geschäftsführer der Prime Computer GmbH, Herm Holler, stillschweigend akzeptiert wurden.

Richtig ist demgegenüber, daß die Prime Computer GmbH ihre Planziele selbst, selbstverständlich im Dialog mit der amerikanischen Muttergesellschaft, gesetzt hat und festsetzt.

9. Unrichtig ist der von dem Artikel erweckte Eindruck, daß die Ausdehnung von Prime Computer-Systemen über den technisch-wissenschaftlichen Bereich hinaus auch auf den Bereich der kommerziellen Datenverarbeitung ein erst von dem neuen Geschäftsführer der Prime Computer GmbH, Herrn Herbert Bechtelt initiiertes Untemehmenskonzept darstelle, daß in dieses Engagement seitens Prime 1 Mio. DM hineingepulvert worden seien, es jedoch in diesem Geschäftsbereich keinen einzigen Mitarbeiter mehr gebe und damit diese Bechtelschen Ambitionen für fehlgeschlagen gelten müßten.

Richtig ist demgegenüber, daß dieses Untemehmenskonzept bereits seit dem Jahre 1978 besteht und so erfolgreich angelaufen war, daß der derzeitige Umsatz der Prime Computer GmbH im konmmerziellen Bereich bei ca. 15 % liegt und eine Steigerung auf 20 % angestrebt wird. Aufgrund des Anfangserfolgs wurde dieses Programm auch bereits 1979 in die normale Vertriebsorganisation eingegliedert, so daß es bereits deshalb zwangsläufig bei der Prime Computer GmbH keine allein lediglich für dieses Programm zuständigen Mitarbeiter gibt. Die Prime Computer GmbH hat demnach weder in dieses noch in ein anderes Projekt einen Betrag von DM 1 Mio. investiert.

10. Unrichtig ist schließlich, daß der neue Prime 32-Bit-Rechner "850" bisher nicht an den Mann gebracht werden konnte.

Richtig ist, daß für zwei dieser Prime-Rechner-Systeme 850 feste Aufträge nahmhafter deutscher Großunternehmen vorliegen und für zwei weitere Systeme handfeste Zusagen.

Wiesbaden, den 27. August 1981, Prime Computer GmbH, Der Geschäftsführer, Herbert Bechtel

Gegendarstellung

In der Zeitschrift COMPUTERWOCHE (Ausgabe Nr. 34 vom 21. August 1981) ist auf der Titelseite sowie auf Seite 3 ein Beitrag mit der Überschrift "Prime-Mitarbeiter flüchten in Scharen" enthalten, der unrichtige Behauptungen über mich enthält, die ich hiermit wie folgt richtigstelle:

Es ist unrichtig, daß ich als Mitarbeiter der Prime Computer GmbH, Wiesbaden, das Handtuch geworfen hätte, gefeuert oder vorübergehend beurlaubt worden wäre.

Richtig ist demgegenüber, daß ich seit Jahren für die Prime Computer GmbH tätig bin, jedoch aus ausschließlich privaten Gründen insbesondere aufgrund der Tatsache, daß sich mein Wohnsitz nach wie vor in Köln befindet, die Gesellschaft zum 30.September 1981 verlassen werde.

Köln, den 27. August 1981, Ebethard Witte