Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

23.07.1999 - 

Kommentar

Gegenwind für Lotus

Bisher konnten Lotus-Verantwortliche die Exchange-Konkurrenz als bloßes Messaging-System abtun, das noch nicht in die Liga der Groupware- und Workflow-Plattformen vorgedrungen sei. In der Platinum-Version unterzieht Microsoft sein Produkt jedoch einer tiefgreifenden Überarbeitung und stattet es mit einer enormen Funktionsfülle aus. Als Entwicklungsplattform für kollaborative Anwendungen und als Speichermedium für wenig strukturierte Daten zieht es weitgehend mit Notes gleich. Grundlegende architektonische Änderungen verleihen Exchange ein flexibleres und moderneres Design als jenes des Domino-Servers, der in seiner jetzigen monolithischen Form langsam ans Ende seines Produktzyklus kommt.

Der Spaß an einer interessanten Exchange-Groupware könnte Anwendern jedoch vergehen, weil es Microsoft immer mehr darauf anlegt, die Entscheidung für eine Applikation möglichst mit dem Zwang zu seiner gesamten Plattform zu verbinden. Wer in Zukunft Exchange will, muß auch Windows 2000, Active Directory, Internet Information Server sowie COM nehmen und wird kaum noch am Internet Explorer und Office 2000 vorbeikommen. Ganz unverhohlen erwartet deshalb Bill Gates, daß sich das aufgemöbelte Exchange aufgrund der engen Verstrickung mit Windows 2000 als Killerapplikation erweist.

Nachdem Lotus schon seit einigen Versionen NT als seine bevorzugte Plattform auserkoren hat, wird Exchange 6.0 der IBM-Tochter zu schaffen machen. Nachteilig könnte sich zudem IBMs fehlende Strategie für Verzeichnisdienste auswirken. So bleibt Lotus bei Großunternehmen vorerst nur der Trumpf der deutlich besseren Enterprise-Integration, der Microsoft vorerst nicht viel entgegenzusetzen hat.