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Höchste Zuwächse bei Vertrieb, Personal und Produktion

Gehälter '86: DV-Manager überrunden alle anderen

03.10.1986

GUMMERSBACH (lo) - Sie stehen vorm oberen Ende der Karriereleiter und steuern das Unternehmen: Manager der ersten und zweiten Ebene. Ihr Salär entspricht der übertragenen Führungsverantwortung und ist, wie eine Kienbaum-Studie nachweist, im vergangenen Jahr durchschnittlich um fünf Prozent gestiegen. Deutlicher Primus inter pares dabei - der Entscheider aus der DV-Branche.

Die Erhebung über Managereinkommen 1986 der Kienbaum Vergütungsberatung in Gummersbach handelt nicht von Taschengeldern, umfaßt doch die Spanne der Führungskräftegehälter schon im mittleren Management etwa 60000 Mark bis - in seltenen Fällen - über 200000 Mark mit Schwerpunkt zwischen 90000 Mark und 170000 Mark. Im Top-Management reichen die Bezüge von 100000 Mark bis weit über das Fünffache hinaus. Hier liegt der Schwerpunkt zwischen 200000 und 250000 Mark.

Daß Verdiener aus Elektrotechnik und Elektronik sowie dem Segment Büromaschinen/EDV nach Werten der Vergütungsberater in der Rangliste in diesem Jahr obenan liegen, machen drei Positionen deutlich. Der hohen Bedeutung für das Unternehmen angemessen, verdient der Vertriebschef im Marktdurchschnitt und bei Organisationen mit einem Umsatz ab 30 Millionen Mark zwischen 110000 Mark und 170000 Mark. In den informationsverarbeitenden Branchen indes streicht dieser Entscheider für die Gesamtleitung Vertrieb um 40 Prozent darüber ein.

Der Hauptabteilungsleiter Personal liegt allgemein bei 90000 Mark Jahreseinkommen und erreicht bis zu 160000 Mark. Sein Kollege in der Elektrotechnik und Elektronik sowie dem Segment Büromaschinen/EDV macht bis zu 20 Prozent mehr per anno.

Zudem scheint sich das Image des Personalmannes zu wandeln. Neue Techniken in Verwaltung und Produktion erfordern sowohl eine treffsichere aktuelle Personalauswahl wie vor allem auch eine konsequente langfristige Personalentwicklung und -betreuung. Denn neben dem Vertriebsprofi entscheidet zunehmend qualifizierte und kreative "interne" Manpower über den Unternehmenserfolg. Laut Kienbaum-Statistik sind die Bezüge des Produktionschefs zwischen Personal- und Vertriebsverantwortlichen - und dabei näher an der unteren Marge - angesiedelt. Auch hier führt der Manager aus der informationstechnischen Branche mit einem Vorsprung von 40 Prozent vor seinen Branchenkollegen.

Größe und Ertragskraft bestimmen Salär-Höhe

Als wesentlich für die Höhe der Gesamtbezüge pro Jahr im leitenden Bereich gelten bei dieser Studie Faktoren wie Größe und Ertragskraft des Unternehmens, hierarchische Einstufung in die Organisationsstruktur sowie Zuordnung zu und Funktion in den Sektoren Vertrieb, Personal oder Technik. Daraus können Einkommensdifferenzen zwischen 20 und 30 Prozent resultieren. Auch wächst von Ebene zu Ebene das Salär überproportional. Beläuft sich der Unterschied zwischen Abteilungsleiter und dem Hauptabteilungsleiter noch auf 20 Prozent, beträgt die Differenz zwischen ihm und der Geschäftsführung klare 100 Prozent.

Neben der im Schnitt fünfprozentigen Verdienststeigerung von 1985 auf 1986 verzeichnete Kienbaum vor allem kräftige Erhöhungen bei variablen, erfolgsabhängigen Bezügen.

Geschäftsführer beispielsweise erhielten Tantiemen in durchschnittlicher Höhe von 60000 Mark, etwa einem Viertel des aktuellen Gesamteinkommens der Unternehmensleiter. Im mittleren Management, mit entsprechend geringeren Einflußmöglichkeiten auf die Ertragssituation, fällt die variable Vergütung bescheidener aus. Bereichs- oder Hauptabteilungsleiter erhalten eine Erfolgsbeteiligung um 15000 Mark - vergleichbar einem Viertel ihres Einkommens - Abteilungsleiter etwa 7000 Mark oder sieben Prozent ihres Per-anno-Verdienstes.

Die Kienbaum-Studie zeigt auch, was Unternehmen vordringlich anerkennen: Honoriert wird der Beitrag zum Unternehmensergebnis; dabei besitzen nach Führungsqualitäten innovatives Denken zusammen mit dem "richtigen Riecher" für Marktentwicklungen und neue Absatzwege Priorität. Bisher, so die Gummersbacher, treten indes neue Tätigkeitsfelder - noch - nicht in Erscheinung. Auf der Payroll etwa seien keine Informations- oder ClM-Manager zu finden.

Besonders die Leitenden der ersten Ebene sind hochqualifizierte Kräfte, von denen zwei Drittel Universitätsabschluß oder Fachhochschulabschluß besitzen. In der zweiten Ebene weisen diese Qualifikationen 45 Prozent auf.

Der akademische gegenüber dem fachgebundenen Abschluß bringe kaum nennenswerte monetäre Vorteile, wissen die Gummersbacher Berater, jedoch erhöhe er die Chance, in obere Ränge zu gelangen: Und dort zählt dann nur noch der Erfolg.