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13.03.2007 - 

Kolumne

Gehalt ist ein Hygienefaktor ...

... und niemand geht gern mit schmutzigen Händen ins Büro. Das angemessene Entgelt ist eine wichtige Grundvoraussetzung für die Zufriedenheit im Job, die Loyalität zum Unternehmen und eine hohe Leistungsbereitschaft. 2006 verdienten die Fach- und Führungskräfte in der IT rund 2,5 Prozent mehr als 2005 (siehe Seite 1). Nicht gerade viel. Die notorisch niedrigen Zinsen auf Festgeldsparbücher und inzwischen sogar das deutsche Wirtschaftswachstum liegen höher.

Vergleicht man die 2,5 Prozent Zuwachs im vergangenen Jahr mit den aktuellen Tarifforderungen der IG-Metall (6,5 Prozent), könnte man zu dem Schluss kommen, dass die IT eine ganz normale, ja eher eine unterdurchschnittliche Branche geworden ist, in der mehr schlecht als recht verdient wird. Was für den Anstieg des nominalen Jahressalärs stimmen mag, trifft auf die Gehaltshöhe nicht zu. In der IT wird immer noch sehr ordentlich verdient, aber sie muss den vergangenen schweren Jahren Tribut zollen. Die Wachstumskurven verliefen eher flach. Der Trend zu Globalisierung und der Hype um Offshore-Outsourcing trugen ebenfalls dazu bei, dass die Gehaltsforderungen der IT-Mitarbeiter nicht ins Kraut schossen.

Doch langsam schwingt das Pendel in Richtung Arbeitnehmer zurück. Es fehlen laut Branchenverband Bitkom rund 20000 qualifizierte Fachkräfte in der IT, und der für 2007 prognostizierte Zuwachs in der Branche kann sich mit 3,5 Prozent durchaus wieder sehen lassen.

Aber die IT ist auch eine Branche im Umbruch. Durch ihren hohen Globalisierungsgrad stehen nicht nur die Unternehmen im weltweiten Wettbewerb, sondern auch die Mitarbeiter. Und zwar im doppelten Sinn: Ihre Gehaltskosten werden einerseits mit den Löhnen in Polen, Tschechien, Ungarn oder Indien verglichen und andererseits gegen die Honorare von Freiberuflern in Deutschland aufgewogen. Diese Transparenz wird die Gehaltszuwächse in der IT auch im kommenden Jahr sehr moderat halten. Das gilt in jedem Fall für die Grundgehälter.

Größer werden dagegen schon seit einigen Jahren die variablen Gehaltsbestandteile. Schon heute beläuft sich ihr Anteil am Gesamtgehalt eines ITlers auf zehn bis 20 Prozent. Tendenz steigend! Auf diese Weise tragen auch die fest angestellten Mitarbeiter in der IT das Konjunkturrisiko stärker mit. Das heißt für sie im umgekehrten Fall - bei ansteigendem Wachstum - , hart zu verhandeln, damit auch sie von den besseren Zeiten ordentlich profitieren. In diesem Sinne: Immer schön sauber bleiben.

Diese Kolumne finden Sie auch im Blog der computerwoche unter blog.computerwoche.de. Dort können Sie Ihre Meinung abgeben und sofort veröffentlichen. Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.