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14.06.2005

Geheimnis um Ellisons Storage-Firma gelüftet

Mit einem neuen Unternehmen will der Oracle-Chef den Storage-Markt aufmischen.

Nachdem Lawrence Ellison in den vergangenen vier Jahren rund 150 Millionen Dollar in die Startup-Firma Pillar Data Systems steckte, hat die Company nun ihr erstes Produkt vorgestellt, das gegen Arrays von Branchengrößen wie IBM, EMC oder Hewlett-Packard antritt. "Pillar Axiom" bietet dazu SAN- und NAS-Fähigkeiten (Storage Area Network, Network Attached Storage) unter einer einheitlichen Management-Schnittstelle.

Axiom unterstützt dank spezieller proprietärer Software außerdem verschiedene QoS- Levels (Quality of Service). Leistungshungrige Anwendungen können ihre Daten damit am äußeren Rand der Festplatten schreiben, der den Schreib-Lese-Köpfen am nächsten liegt. Zum jetzigen Zeitpunkt basiert das Array auf ATA-Festplatten, zum Jahresende soll es auch mit Fibre-Channel-Laufwerken erhältlich sein.

Erste Pilotkunden zeigten sich durchaus angetan von dem System. Die New Yorker Anwaltskanzlei Thacher Proffitt & Wood, spezialisiert auf Finanzdienstleister, hat beispielsweise ein "Clariion 4700" durch ein Pillar Axiom abgelöst, das im firmeneigenen SAN das Remote-Backup eines "CX600" übernimmt. Eine vergleichbare Maschine von EMC hätte wohl 400000 Dollar gekostet gegenüber nur 100000 Dollar für das Axiom, schätzt der zuständige Associate Director of Information Services, Christopher Hill.

Dennoch wundern sich Analysten, warum der Oracle-Chef so viel Zeit und Geld in Pillar gesteckt hat. John Webster von der Data Mobility Group fragt sich beispielsweise, weshalb Ellison um jeden Preis in einen Markt einbrechen wolle, auf dem selbst etablierte Anbieter einer Konsolidierung unterlägen - wie etwa die jüngste Übernahme von Storagetek durch Sun Microsystems zeige. (tc)