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05.12.2007

Gehen die fetten Softwarejahre zu Ende?

Open Source und Software-as-a-Service (SaaS) sorgen für schwindende Margen.

Die interessantesten Schlagzeilen im Monat November, so berichtet der computerwoche Branchenmonitor, lieferten die Analysten von Gartner: Demnach können die Softwareanbieter langfristig nicht mehr mit den hohen Gewinnspannen kalkulieren, die bislang üblich waren. Nachdem die Anwender in der Vergangenheit schon die Preise für Hardware und Services erfolgreich gedrückt haben, kommt nun die Software an die Reihe, prophezeien die Marktforscher.

Martin Bayer

Der ITK-Markt befindet sich in einem rasanten Wandel. CW-Redakteur Martin Bayer berichtet Monat für Monat im Branchenmonitor über die wichtigsten Ereignisse. Die umfassende Monatsschau finden Besucher von computerwoche.de im Premium-Bereich.

Neue Marktentwicklungen erhöhen den Druck auf die Anbieter. Beispielsweise gehen die Marktforscher davon aus, dass schon 2011 rund ein Viertel der neu angeschafften Business-Software über ein Software-as-a-Service-Modell (SaaS) bezogen wird. Das angestammte Geschäft der Softwarehersteller mit Lizenzverkäufen und Wartungseinnahmen könnte durch die Mietsoftware ins Wanken geraten.

Viele Anwender scheuen Neues

Noch machen die Softwareanbieter mit ihren klassischen Lizenzangeboten aber sehr gute Geschäfte. Die Wachstumsraten für Software liegen deutlich über dem Durchschnitt im ITK-Markt.

Dazu kommt, dass viele Anwender immer noch konservativ agieren, wenn es darum geht, Software einzukaufen. Zwar hat auch die Experton Goup festgestellt, dass sich bereits über 40 Prozent der Unternehmen mit alternativen Beschaffungsmodellen beschäftigen. In der Realität unterschreiben die meisten aber dann doch den Lizenzvertrag. Ihnen fehlen noch Mut und Vertrauen, um neue Wege zu beschreiten. Mit der Entscheidung für ein etabliertes System a la SAP fühlen sich die IT-Verantwortlichen auf der sicheren Seite schließlich macht das ja jeder. Selbst wenn es schiefgeht, befindet man sich in guter Gesellschaft.

Die Protagonisten des neuen Softwaremarkts müssen also weiter für ihre Ideen trommeln. Allerdings machen Meldungen wie beispielsweise der Hacker-Angriff auf rund eine Million Salesforce.com-Nutzer schnell alle Bemühungen wieder zunichte.

Trotzdem wird sich der Softwaremarkt wandeln. Zu tief sitzt bei den Anwendern der Groll über die Abhängigkeit der vergangenen Zeiten. Das Interesse und der Mut der Unternehmen, neue Modelle auszuprobieren, werden steigen. Die Zeiten, in denen ein arroganter Vertriebler dem Anwender nach einer gelangweilten Produktpräsentation nur noch den unterschriftsreifen Lizenzvertrag unter die Nase halten musste, sind jedenfalls vorbei. (ba)