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Börsenspot


26.07.1996 - 

Geht die Dauer-Hausse zu Ende?

Von Arnd Wolpers*

Starke Nervosität prägte in den vergangenen zwei Wochen das Geschehen in der Wallstreet. Teilweise kam es zu panikartigen Verkäufen. Enttäuschende Ertragsmeldungen und -projektionen von Unternehmen wie Motorola und Hewlett-Packard verstärkten die Verkaufsbereitschaft.

Mit den Technologieaktien verlor auch der Nasdaq-Index - das Aktienbarometer der US-Freiverkehrswerte - überdurchschnittlich. Mittlerweile ist die Wallstreet jedoch wieder zur Tagesordnung übergegangen. Einem Rekordverlust von 170 Dow-Jones-Punkten binnen eines Tages folgte die Erholung auf dem Fuß.

Die Kernfrage lautet jetzt: Befindet sich die Wallstreet-Hausse in ihrer Endphase, oder handelt es sich lediglich um eine heftige Reaktion der vielen Anleger, deren Gewinnerwartungen enttäuscht wurden?

Derzeit spricht mehr für die zweite, optimistischere Variante. Motor der Aktienkurs-Hausse weltweit sind zum einen die niedrigen Zinsen, zum anderen der andauernde Strom an flüssigen Mitteln, welche die Notenbanken in die Märkte pumpen. Wegen der in den meisten Staaten bisher einzigartig hohen Verschuldung kommt die "wirkliche Wirtschaft" nicht in Schwung. Die von den Notenbanken zur Verfügung gestellte Liquidität wird an den Wertpapiermärkten geparkt und setzt dort die Preise herauf. Mutige Investoren wagen derzeit auf dem reduzierten Niveau Nachkäufe.Am wenigsten tangiert von den Turbulenzen an der Börse ist Microsoft. Bill Gates hat offenbar zuviele Asse im Ärmel, als daß Anleger ernsthaft an einer Fortsetzung seiner Erfolgsstory zweifeln könnten.

*Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und - auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüberhinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.