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31.03.2000 - 

Meinungen

Geht es nur um billige Arbeitskräfte?

Gunter S.: "Durch die Green Card sollen nur die Personalkosten in den IT-Abteilungen gesenkt werden. Nicht umsonst springen Großunternehmen wie Daimler-Chrysler auf diesen Zug auf, deren Hauptanliegen eine Senkung der Personalkosten ist."

Salih S.: "Obwohl ich als Inder selbst in Deutschland studiert habe, muss ich doppelt so gut sein wie ein Deutscher, damit ich die Hälfte von dem verdiene, was er verdient. Ich kenne einige Inder, die für 1200 Mark im Monat arbeiten. Es geht nur um billige Arbeitskräfte, keiner kann mir was anderes weismachen."

Hartmut S.: "Zum Thema der Ausbeutung ist mir nicht klar, was den Bauarbeiter aus Portugal, der in Berlin auf Bundesbaustellen zu Dumpinglöhnen arbeitet, von einem indischen Informatiker unterscheidet. Ich denke nicht, dass das Thema für Akademiker grundsätzlich anders diskutiert werden sollte."

Martin W.: "Die Angeworbenen müssen über eine nachweisbare hohe Qualifikation verfügen. Es muss ein Mindestlohn für diese Fachkräfte eingeführt werden, damit es kein Lohndumping gibt. Man könnte den Mindestlohn für solche Arbeitsverhältnisse beispielsweise auf die Beitragsbemessungsgrenzen festlegen, also ab 8000 Mark brutto im Monat. Echte Experten kommen sowieso nicht für weniger Geld."

Bishara K.: Ein zusätzliches Konzept zum Green-Card-Programm wäre ja das so genannte "Firmeninkubationskonzept", wo insbesondere große Firmen aus den USA Partnerunternehmen in anderen Ländern inkubieren. Das heißt, ein Unternehmen erklärt sich bereit, eine oder mehrere Firmen in den Zielländern für eine gewisse Zeit zu unterstützen, und zwar durch die Bereitstellung von Arbeitsmitteln und gezieltem Training. Nach dieser Phase von normalerweise sechs bis zwölf Monaten sind die Zielfirmen im Gegenzug verpflichtet, Aufträge für die Inkubatorfirmen auszuführen. Ich frage mich wirklich, warum deutsche Firmen und auch die deutsche Regierung so etwas nicht unterstützen, insbesondere wenn man weiß, dass Weltorganisationen wie die Weltbank, Usaid, UNDP und andere dieses Konzept verfolgen."