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24.03.1989 - 

Trace Modelle und Geschäftsergebnisse auf der CeBIT

GEI: Neue Produkte sollen Bilanz aufbessern

OVER (CW) - Unix und 120-Megaflops: Mit neuen Modellen der Trace-Familie versuchte die Aachener GEI auf der CeBIT das Aufsehen der Fachleute zu erregen. Unschöner Fleck auf der GEI-Weste: Das Unternehmen mußte im vergangenen Geschäftsjahr ohne Gewinn auskommen.

Der Umsatz stieg laut GEI-Chef Wolfgang Schönfeld gegenüber 1987 um 15 Prozent auf 152 Millionen Mark, die Mitarbeiterzahl von 819 auf 1000. Als wichtigsten Umsatzträger bezeichnet der Anbieter die Softwareprojekte - sie trugen mit 46 Prozent zum Firmeneinkommen bei. Die erwartete Umsatzsteigerung für das laufende Jahr bezifferte der Geschäftsführer mit 15 bis 20 Prozent; die Zahl der Mitarbeiter soll im selben Maß wachsen. Welchen Gewinn Schönfeld erwartet, gab er nicht preis.

Bei Hard- und Software sieht er klarer: "Unix hat sich durchgesetzt; das ist für mich das technische Highlight des Jahres 1988", bekennt Schönfeld. Die neuen Trace/300-Modelle arbeiten unter BSD 4.3 und arbeiten nach dem VLIW-Prinzip (Very long Instruction Word), was einen Durchsatz von 53 bis 213 Millionen Instruktionen pro Sekunde garantieren soll. Konzipiert ist die neue Serie für rechenintensive Aufgaben wie die Simulation von elektronischen Schaltungen und das Mechanical Engineering.

Das Modell 7/300 bietet eine Leistung von 30 Megaflops und wird on einem 256 Bit langen Instruktionswort gesteuert. Die 14/300 stellt 60 Megaflops zur Verfügung, verarbeitet 512 Bit lange Instruktionswörter und führt 14mal pro Maschinenzyklus einen 32-Bit-Befehl aus. Das Spitzenmodell 28/300 leistet 120 Megaflops und bearbeitet pro Instruktionszyklus 28 Befehle auf einen Schlag.

Die Rechner ermöglichen die Datenkommunikation per Ethernet, TCP/IP, NFS und News von Sun, NCS von Apollo, X-Window sowie HASP von IBM. Außerdem sind die Modelle mit einem Scheduling-Compiler ausgestattet, der die VAX/ VMS-Extensions unterstützt. Die Computer der Familie /200 können mit einem Erweiterungssatz auf die Leistungsstärke der /300-Modelle aufgerüstet werden. Eine Auslieferung der neuen Rechner ist ab sofort möglich. Kostenpunkt: ein bis zwei Millionen Mark.

Ihre Entwicklungsumgebung "Promod" führt die GEI bereits jetzt mit dem im Januar angekündigten User-Interface DEC-Windows vor; Digital Equipment stellte zu diesem Zweck ein Pre-Release zur Verfügung. Schönfeld: "Die Bereitstellung solcher Oberflächen wird einen Akzeptanzsprung bei den Software-Werkzeugen hervorrufen."

Nach eigenen Angaben hegen die Aachener die Absicht, auf dem Markt für integrierte Software-Applikationen aktiv zu werden Ein Grundstein für dieses Vorhaben sei bereits durch die Kooperation mit MTU gelegt, die, so Schönfeld, "länger besteht, als MTU zum Daimler-Benz-Konzern gehört". Als AEG-Tochter ist die GEI ebenfalls ein Teil des Automobil- und Rüstungsimperiums.