Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.02.1976 - 

Zentralsparkasse der Gemeinde Wien:

"Gelbe Eng im Zekus"

Werden auf diesen So außerdem Online-Anwendungen beschrieben mit Hilfe von Minikomputer- (rechts) oder Kleinstrechner-Hardware (links) realisiert wurde so ist die nahstehend beschriebene Lösung (...) anderen Größenordnung.

Die Zentralsparkasse der Gemeinde Wien, kv "Z" genannt, ist die große sparkasse Österreichs und hat als eines der ersten europäischen Institut im Bank- und Kreditgabe - wenn nicht (...) erstes überhaupt - ein integriertes , totales Informations-System mit Online-Verarbeitung auf der Basis einer zentralen Datenbank eingeführt. Um das Anfang der siebziger Jahre. Auch heute noch gibt es die "Z-Lösung" als (...)ildlich.

WIEN - "Der Zwang zum Einsatz von Bank-Terminals ergibt sich dadurch, daß im Konkurrenzkampf um den Privatkunden die Schlagkraft am 'Point of Sale' immer größere Bedeutung gewinnt", erklärt Herbert Lugmayr, Direktor bei der "Z".

Die Daten aus allen Geschäftsbereichen werden in den mehr als 70 Zweigstellen an insgesamt 140 Kassenterminals (IBM System 3600) durch Online-Buchung erfaßt und über Standleitungen an die zwei Großrechner (1x370/155 Modell 2 mit 2 Megabytes, 1x370/158 mit 3 Megabytes) im Z-Rechenzentrum in der Wiener Zentrale transferiert. Die so erfaßten Daten schaffen eine Datenbank - die Z-Leute nennen sie intern "Zekus" (Zentraler Kundenspeicher) -, die ständig auskunftbereit ist.

"Dreistufige Hierarchie"

Für den Zugriff auf Zekus gibt es eine dreistufige Berechtigungs-Hierarchie - dadurch wird sichergestellt, daß "die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verfügbar ist" (Lugmayr).

So sind im Teilsystem "Markt" bei Eingabe der Kundennummer sämtliche Geschäftsverbindungen eines Kunden abfragbar. Für jeden Kunden wird außerdem eine fortlaufende Kalkulation - vergleichbar der Deckungsbeitragsrechnung - durchgeführt, die sämtliche Erträge aus den Geschäftssparten Kosten des Zahlungsverkehrs und den fixen Kod der Kreditbearbeitung gegenüberstellt. Bei Mult ment-Aufnahmen oder wie ein Kunde einen Kreditantrag stellt, wird der aktuelle "Deckungsbeitragsmittelt und auf einem innen gelben Formular dem sogenannten "gelben Engel" - ausgedruckt: Der Z-Sachbearbeiter kann jeden Kunden gezielt beraten.

Das System liefert ferner Verkaufsstatistiken (monatlich), dynamische Stukturanalysen (vierteljährlich) und Nichtkundenlisten (auf Anforderung).

"Es ist fünf vor zwölf"

Für Herbert Lugmayr besteht nicht der geringste Zweifel daran, daß Banken heutzutage unter zunehmendem Rentabilitätsdruck - vor allem die Personalkosten steigen aufgrund der ständigen Lohn- und Gehaltstariferhöhungen - vor der Aufgabe stehen, den Weg zur vollen Automation zu gehen, wenn - wie er beschwörend sagt - es 1980 noch freie Marktwirtschaft im Bankbereich geben soll: "Es ist fünf vor zwölf."

Dabei dürfe allerdings nicht technische Innovation um jeden Preis, sondern die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen. Der Z-Direktor: "Ich warne davor, den technischen Fortschritt zu teuer erkaufen zu wollen."

Er selbst praktiziert bei der Z Fortschritt mit Vernunft: "Wir haben noch Zweigstellen, die ohne elektronische Bankkassen auskommen müssen, bei ihnen rechtfertigt die Anzahl der Buchungen den Einsatz eines Online-Terminals nicht."