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14.03.2003 - 

Incentives statt Lob

Geld motiviert immer noch am besten

MÜNCHEN (CW) - Allen Thesen der modernen Arbeitspsychologie zum Trotz setzen deutsche Personaler auf finanzielle Anreize, um ihre Mitarbeiter zu besseren Leistungen anzustacheln.

In hiesigen Unternehmen sind die Personalleiter offensichtlich von der Wirksamkeit von Prämien, Bonuszahlungen und Weihnachtsgeld überzeugt: 86 Prozent der 500 umsatzstärksten Firmen motivieren ihre Mitarbeiter mittels materieller Anreize. Dies ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa. Immaterielle Incentives wie öffentliches Lob verteilen immerhin 80 Prozent der Unternehmen, wobei eine Mehrheit der befragten Personalleiter monetäre Belohnungen bevorzugt: 55 Prozent der Befragten halten Geldprämien für das wichtigste und wirksamste Motivationsinstrument eines Unternehmens. An immateriellen Anreizen bevorzugen Personaler das strukturierte Mitarbeitergespräch. An zweiter Stelle rangiert die Vorstellung des Mitarbeiters in unternehmensinternen Veröffentlichungen, gefolgt von der Nennung des Belobigten auf Mitarbeiterversammlungen oder Infotafeln.

Erstaunlich geringe Bedeutung kommt anscheinend dem Lob des Vorgesetzten zu: Nur neun Prozent der Befragten halten diese Form der Anerkennung für einen bedeutenden immateriellen Motivationsfaktor. Auch die Übertragung besonderer Aufgaben oder mehr Eigenverantwortung sorgen nach Ansicht der Personaler kaum für mehr Motivation.

Bei der Vergabe von Belohnungen kommen nicht alle Mitarbeiter gleich gut weg. In knapp der Hälfte aller Unternehmen beziehen sich die Incentive-Programme nur auf einzelne Bereiche: Vertrieb und Außendienst dürfen sich am häufigsten über finanzielle und immaterielle Motivationsschübe freuen. 41 Prozent der Befragten differenzieren auch zwischen den Hierarchieebenen: Demnach erhält das obere Management in 43 Prozent der Firmen Incentives, die mittlere Führungsebene kann sich in 24 Prozent der Fälle freuen, und Sachbearbeiter werden nur bei 14 Prozent aller befragten Arbeitgeber mit Boni bedacht.