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10.07.1981

"GEMEINE KOSTEN" - wertanalytisch betrachtetFolge 2

Da die Erfahrung zeigt, daß in vielen Firmen im Verwaltungsbereich Funktionen wahrgenommen werden, die für die Erzielung von Gewinnen nicht erforderlich sind, besteht durchaus Hoffnung, daß wir auch in Zukunft innerhalb der Weltmärkte weiterhin bestehen können und durch eine konsequente Ausnutzung von schlummernden, ungenutzten Kapazitäten im Verwaltungsbereich die Konkurrenzfähigkeit erhalten können.

Ein symptomatisch häufig anzutreffendes Beispiel sind die DV-List-Ausdrucke, die bei konsequenter Untersuchung, inwieweit der jeweilige Empfänger diese Daten in der vorliegenden Struktur zur optimalen Erfüllung seiner Funktion benötigt, häufig einem Datenfriedhof gleichen. Zu einem großen Teil wandern sie ungelesen und unbearbeitet in die Ablage oder führen wegen mangelnder Kenntnis ihrer Entstehung zu Fehlinterpretationen. Ursache hierfür ist die fehlende Definition der für die Funktionserfüllung notwendigen Informationen nach Art, Struktur und Dichte, das heißt eine mangelnde resultatsorientierte Abstimmung zwischen Infommationsersteller und -nutzer.

Für die ergebnisbezogene Führung eines Unternehmens muß die heute noch geläufige betriebswirtschaftliche Unterscheidung zwischen produktiven und "gemeinen" Kosten in Frage gestellt werden. Soweit eine direkte Zuordnung der Kosten nicht möglich ist, sollte die Zuordnung der Tätigkeit zu einer Funktion erfolgen.

Jede Funktion kann dann ihrer Notwendigkeit im Rahmen der Unternehmenszielsetzung und des entsprechenden Aufwandes analysiert werden. Eine wertanalytische Betrachtung der Gemeinkosten ist also eine systematische Untersuchung des für nachhaltige Gewinnerzielung eines Unternehmens erforderlichen Erfüllungsgrades und der notwendigen Funktionen im Gemeinkostenbereich.

Die Notwendigkeit zur Ausnutzung von Rationalisierungs-Potentialen im Verwaltungsbereich ergibt sich auch durch - die begrenzte wirtschaftliche Nutzung der Rationalisierungs-Potentiale im Produktionsbereich. Hier wurde bereits seit den 40er Jahren mit wertanalytischen Methoden, wie REFA, eine laufende Produktivitätssteigerung erreicht. Wie die Grafik verdeutlicht, ist im Gegensatz zum Verwaltungsbereich in der Produktion nur mit erheblichem Aufwand eine weitere Produktivitätssteigerung (Nutzen) zu erreichen.

Diplom-Kaufmann Ing. Horst Schwencke, Unternehmensberater und Mitarbeiter der Trebag, Treuhand und Beratung AG, München.