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23.02.1990 - 

API: LAN-Server-Manager passen nicht zusammen

Gemeinsamer OS/2-Nenner bringt Microsoft und IBM noch Verdruß

FRAMINGHAM (IDG) - Da die OS/2-Connectivity bis auf weiteres ein Kapitel für sich bleibt, reißt so manchem Anwender der Geduldsfaden und er setzt seine Karten auf ein Konkurrenzprodukt. Schwierigkeiten bestehen für die beiden OS/2-Matadore IBM und Microsoft insbesondere darin, ihre Server miteinander in Einklang zu bringen.

Bisher scheint es noch nicht gelungen zu sein, einen Kern-Standard für LAN-Manager-basierte Server zu etablieren und gleichzeitig den Support dieser Hardware durch andere Komponenten zu gewährleisten. Dadurch gerät auch das Marketing von möglichen "zuarbeitenden" Produkten wie dem SQL-Server und Officevision ins Stocken.

Microsofts "LAN Manager" und IBMs "OS/2 LAN Server" auf einen Nenner zu bringen, scheitert am Eigenleben der kommenden Serverversion 1.2 und der LAN-Manager-Version 2.0. So soll letztere über einige im Server nicht integrierte Dienste sowie über die Funktionen Disk-Mirroring und File-Indexwiederholung verfügen. Der IBM-Server dagegen unterstütze Features im Bereich Management, Verwaltung und Support, die dem LAN-Manager fehlten. Nach Angaben des IBM-Beraters und Präsidenten von Communications Network Architects, Frank Dzubeck, liegen 15 Prozent der Unterschiede bei den beiden Server-Angeboten im Code-Bereich. Weit mehr auseinanderklaffen würden die Produkte aber auf dem API-Level (API: Application Programming Interface).

Zunächst einmal ist nun vorgesehen, den "OS/2 LAN Server" und die "OS/2 Extended Edition" 1.2 zu synchronisieren. Mit der Auslieferung beider Produkte wird im März gerechnet. Mehr Planungssicherheit für den Anwender gibt es aber erst mit der Verfügbarkeit des OS/2 LAN-Servers, den ein 32-Bit-komplementäres Betriebssystem auszeichnen wird.

Aufgrund der OS/2-Unwägbarkeiten bleibt ein Teil der LAN-Anwender momentan bei Konkurrenzprodukten wie Novells Netware. Dazu Alex Kalpaxis, Netz-Experte bei der Bankers Trust Co. in New York: "Ich denke, daß Microsoft und IBM ein Produkt einführen sollten weil sonst niemand zugreift." +